Vista: Das letzte Jahr für die vielgehasste Windows-Version

11. April 2016, 08:20
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Am 11. April 2017 wird der Support eingestellt – Baldiges Update empfohlen

Windows Vista wird nicht gerade als die beliebteste Betriebssystemgeneration von Microsoft in die Geschichte eingehen. Nach zahlreichen Pannen und daraus resultierenden Verzögerungen wurde die Softwareversion Anfang 2007 veröffentlicht, von den Nutzern aber nur äußerst zögerlich angenommen. Die breite Masse verharrte lieber auf dem damals schon fast sechs Jahre alten Vorgänger XP, Vista wurde zu einem veritablen Flop für Microsoft.

Aus und vorbei

Nun naht das endgültige Aus für die veraltete Betriebssystemversion: Exakt in einem Jahr, am 11. April 2017, wird der Support für Windows Vista vollkommen eingestellt, wie heise.de erinnert. Wer bisher weiterhin auf Vista beharrt, sollte also bald über ein Upgrade auf eine aktuelle Version des Betriebssystems nachdenken. Immerhin werden ab diesem Zeitpunkt keinerlei Sicherheitsupdates mehr geliefert, aufgespürte Lücken bleiben offen und laden zu Angriffen geradezu ein – ähnlich wie es bei Windows XP jetzt bereits der Fall ist.

Verbreitung

Einen entscheidenden "Vorteil" hat Vista aber zumindest: Es ist aktuell wesentlich weniger verbreitet als sein Vorgänger. Laut den aktuellen Zahlen von Netmarketshare findet sich Windows Vista "nur" mehr auf 1,41 Prozent aller im Internet genutzten Rechner. Zum Vergleich: Der Wert von XP liegt noch immer bei 10,90 Prozent, auch wenn dieser globale Wert von einzelnen Ländern wie China nach oben getrieben wird.

Läuft mit

Zu glauben, dass Vista wegen seiner vergleichsweise geringen Verbreitung nach dem Support-Ende kein lohnendes Ziel abgäbe, wäre allerdings ein Fehler. Vista teilt sich nämlich deutlich mehr Code mit späteren Windows-Versionen als XP, ein Angriff gegen Windows 7 läuft meist auch direkt unter Vista – funktioniert nach dem Support-Ende dort dann aber langfristig zuverlässig.

foto: ap
Windows Vista.

Vista-User, die ein Upgrade auf eine spätere Windows-Version erwägen, seien darauf hingewiesen, dass dies direkt – also ohne Datenverlust – nur in Richtung Windows 7 funktioniert. Ist dieser Schritt einmal gelungen, kann dann aber auch auf Windows 10 aktualisiert werden. Zwar kann man auch bei Windows 7 verbleiben, aber auch dies hat – zumindest nach den aktuellen Plänen von Microsoft – keine all zu große Zukunft mehr: Hier läuft der Support am 14. Jänner 2020 aus. (red, 11.4.2016)

  • Windows Vista: Das Ende naht.
    foto: mary altaffer / ap

    Windows Vista: Das Ende naht.

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