Obama stellt sich in E-Mail-Affäre hinter Clinton

10. April 2016, 22:28
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US-Präsident: Sicherheit des Landes nicht gefährdet – Kein Einfluss auf die Justiz

Washington – US-Präsident Barack Obama ist seiner früheren Außenministerin Hillary Clinton in deren E-Mail-Affäre zur Seite gesprungen. Clinton sei nachlässig gewesen, als sie zum Teil vertrauliche Dienst-E-Mails über ihren privaten und nicht ausreichend gesicherten Server verschickt hatte, habe aber damit nicht die Sicherheit des Landes gefährdet, sagte Obama dem TV-Sender Fox News am Sonntag.

Obama versicherte, die Präsidentschaftskandidatin werde bei der juristischen Aufarbeitung des Falles nicht anders behandelt, als jeder andere Bürger. "Niemand steht über dem Gesetz", betonte Obama. Jede Einflussnahme der Regierung auf die Justiz sei ausgeschlossen. Er bescheinigte seiner ehemaligen Außenministerin allerdings, einen "außergewöhnlich guten Job" gemacht zu haben.

Wahlkampf

Clinton bewirbt sich für die Demokraten derzeit zum zweiten Mal um die Präsidentschaftskandidatur und muss sich innerparteilich der zähen Gegenwehr von Senator Bernie Sanders widersetzen. Im Jahr 2008 war die frühere First Lady an Obama gescheitert, der sie nach seinem Wahlsieg mit dem wichtigsten Posten in seinem Kabinett bedachte.

Das Interview war unter anderem beachtet worden, weil Obama dem strikt konservativen Sender Fox News seit 2008 keine Interviewzeit mehr eingeräumt hatte. Fox News ist den Demokraten, insbesondere aber Obama, gegenüber feindlich eingestellt. (APA, 10.4.2016)

  • Hillary Clinton mit ihrem Blackberry als Außenministerin im Jahr 2011.
    foto: ap/lamarque

    Hillary Clinton mit ihrem Blackberry als Außenministerin im Jahr 2011.

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