How to be Austrian

Einserkastl10. April 2016, 18:31
140 Postings

Altankömmlinge erklären den Neuankömmlingen Tücken und Vorteile der neuen Heimat

Die Starthilfe #howtobeaustrian, derzeit auf mehreren Medienkanälen zu hören und zu sehen, ist eine sehr wichtige Sache. Altankömmlinge von Dirk Stermann über Proschat Madani bis Slavko Ninic erklären Neuankömmlingen Tücken und Vorteile der neuen Heimat: Sicherheit und Frauenrechte, Raunzer und Walzer.

Die angehenden Österreicher kommen derzeit in ein Land, das von zermürbender politischer Diskussion geprägt ist, dessen Innenpolitik seit Jahren von einer Gehässigkeit in die nächste taumelt. Wir haben hier nun Zäune, Obergrenzen, Untergrenzen, Krise und Flut in Personalunion. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die privat helfen sowie Organisationen, die sich seit Jahrzehnten dieser Ankommenssituation verschrieben haben.

Sich als Neuankömmling auf Anhieb zwischen diesen beiden Spannungsfeldern auszukennen ist beinahe unmöglich. Man darf sich von der öffentlich zelebrierten Sündenbockeuphorie nicht ins Bockshorn jagen lassen. Schreihälse und Verallgemeinerer sind nicht alles. Sie stellen nur einen Teil von Österreich dar, genauso wie manche kriminelle Migrierende nur einen Teil der Migrierenden ausmachen.

Das darf man nie aus den Augen verlieren, und man darf beidseitig den Mut nicht aufgeben, wenn man als Allererstes solchen Protagonisten begegnet. Österreich kann auch anders. Konnte immer schon anders. Wird wieder anders können. (Julya Rabinowich, 10.4.2016)

Share if you care.