Wiesberger finalisiert mit Par-Runde

10. April 2016, 21:58
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Schwierige Bedingungen erschweren das Golfen in Augusta. Jordan Spieth führt das Feld an

Augusta – Vorjahressieger Jordan Spieth kommt mit den schwierigen Bedingungen beim 80. Golf-Masters in Augusta bisher am besten zurecht. Nach drei Runden lag er einen Schlag vor seinem weitgehend unbekannten US-Landsmann Smylie Kaufmann und einen weiteren vor dem deutschen Oldie Bernhard Langer.

Die Mitfavoriten Jason Day aus Australien und Rory McIlroy aus Nordirland liegen drei respektive fünf Schläge hinter Spieth zurück. McIlroy konnte mit seinen Leistungen in der dritten Runde am wenigsten zufrieden sein, fiel er doch mit mäßigen 77 Schlägen (5 über Par) möglicherweise vorentscheidend zurück. Damit gehörte er zur Masse der Spieler. Nur ganz wenige kamen am Samstag mit Par oder darunter ins Clubhaus.

Wiesberger am Ende verbessert

Bernd Wiesberger ist bereits fertig, er beendete sein zweites Masters mit einer Par-Runde. Der Burgenländer benötigte auf der vierten Runde am Sonntag 72 Schläge und konnte sich damit für den schwachen Auftritt am Vortag (79) etwas rehabilitieren. Der 30-Jährige schaffte damit von Platz 38 weg einen Sprung nach vorne, lag vorerst auf dem geteilten 33. Platz. Im Vorjahr war er an 22. Stelle gelandet.

Wiesberger musste sowohl auf dem vierten als auch dem neunten Loch ein Bogey hinnehmen, machte dieses aber mit zwei Birdies auf der 13 und 18 wieder wett. Zum Auftakt hatte Österreichs Aushängeschild am Donnerstag 73 Schläge gespielt, er beendete das Turnier mit acht Schlägen über Par.

An der Spitze hatte Spieth am Ende der dritten Runde er eine komfortable Führung von vier Schlägen aus der Hand gegeben. Durch ein Bogey am 17. und gar ein Doppel-Bogey am 18. Loch büßte der 22-Jährige im Vergleich zur Halbzeit unverhofft drei Schläge ein. "Das waren keine lustigen Löcher am Schluss", befand der Texaner.

"Schwierig"

Der Australier Adam Scott, Masters-Sieger von 2013 und nach drei Runden 34., sah es ähnlich: "Es ist brutal schwierig. Du hast keine Chance auf ein Birdie, es ist den ganzen Tag nur ein Kampf. Es ist einfach unmöglich, den Ball zu kontrollieren." Larry Mize, Gewinner 1987 und zum 33. Mal dabei, stimmte seinem Kollegen zu. "Es gab Tage wie diesen, aber nicht dreimal hintereinander. Heute war der schlimmste", ächzte der 57-Jährige.

Während Mize als 50. mit dem Sieg nichts zu tun haben wird, kann sich der um ein Jahr ältere Langer mit einer echten Sensation noch in die Geschichtsbücher eintragen. Als im April 1986 die Weltrangliste eingeführt wurde, war der Deutsche die allererste Nummer eins. In der besten Zeit seiner Karriere gewann er 1985 und 1993 das US Masters. Es blieben seine einzigen Major-Triumphe.

In der anstehenden Schlussrunde könnte Langer nach 23 Jahren erneut zuschlagen und wäre dann der mit Abstand älteste Major-Champion der Golf-Geschichte. Bisheriger Rekordhalter ist der Amerikaner Julius Boros, der 1968 im Alter von 48 Jahren die PGA-Championship gewann. Für den abgeklärten Langer scheint alles möglich. "Ich glaube, dass ich gewinnen kann", meinte der Schwabe. (APA, 10.4.2016)

US Masters, in Augusta/Georgia (10 Mio. Dollar/Par 72), Stand nach der 3. Runde: 1. Jordan Spieth (USA) 213 (66+74+73) Schläge – 2. Smylie Kaufmann (USA) 214 (73+72+69) – 3. Bernhard Langer (GER) 215 (72+73+70) und Hideki Matsuyama (JPN) 215 (71+72+72) – 5. Danny Willett (ENG) 216 (70+74+72), Dustin Johnson (USA) 216 (73+71+72) und Jason Day (AUS) 216 (72+73+71). Weiter: 11. Rory McIlroy (NIR) 218 (70+71+77) – 38. Bernd Wiesberger (AUT) 224 (73+72+79)

  • In Augusta trifft sich die Golf-Elite.
    foto: apa/afp/nicholas kamm

    In Augusta trifft sich die Golf-Elite.

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