Facebook-Krise: Nutzer posten immer weniger Privates

10. April 2016, 09:58
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Das soziale Netzwerk beklagt intern, dass sich Menschen bei persönlichen Informationen zurückhalten

In der Facebook-Zentrale schrillen die Alarmglocken: Immer weniger Nutzer sind bereit, private Details auf dem sozialen Netzwerk zu veröffentlichen. Während die Anzahl an Beiträgen konstant hoch bleibt, bestehen diese mittlerweile überwiegend aus Links oder öffentlich zugänglichen Videos. Die 1,6 Milliarden Nutzer erstellen jedoch immer weniger Originalbeiträge. Das dürfte daran liegen, dass der Facebook-Freundeskreis vieler Nutzer mittlerweile so groß ist, dass sie vor dem Veröffentlichen allzu privater Informationen zurückschrecken.

Neue Strategie

Bei Facebook wird das als "Kontext-Kollaps" bezeichnet, wie ein Bericht von Bloomberg Businessweek offenlegt. Das Unternehmen reagiert darauf, indem es etwa Live-Videostreaming vorantreibt. Außerdem sollen Nutzer durch spezielle Anreize zum Posten motiviert werden. Die Taktik umfasst etwa spezielle Feature, die an vergangene Einträge erinnern. Für Facebook sind die veränderten Nutzungsgewohnheiten vor allem gefährlich, weil dadurch weniger exklusive Daten lukriert werden. (red, 10.4.2016)

  • Facebook befürchtet einen "Kontext-Kollaps"
    foto: apa/afp/bleier

    Facebook befürchtet einen "Kontext-Kollaps"

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