EZB-Politik kostet deutsche Sparer 200 Milliarden Euro

10. April 2016, 09:13
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Berechnung für den Zeitraum 2010 bis 2016 – "Welt am Sonntag": Pro Kopf Minus von 2.450 Euro

Berlin/Frankfurt – Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt laut "Welt am Sonntag" die Deutschen teuer zu stehen. Die DZ Bank errechnete für den Zeitraum 2010 bis 2016 Einnahmenverluste von insgesamt fast 200 Milliarden Euro, wie die Zeitung berichtete. Pro Kopf entspreche das einem Minus von 2.450 Euro.

Nach Kalkulation der Bankexperten seien die negativen Effekte der Politik des billigen Geldes für die deutschen Sparer deutlich höher als die positiven. So seien ihnen im genannten Zeitraum Sparzinsen auf Tagesgeldkonten, Wertpapiere und Versicherungen in der Höhe von 343 Milliarden Euro entgangen. Dem stünden Zinsersparnisse – etwa beim Hausbau – von lediglich 144 Milliarden Euro gegenüber.

Nach Angaben der Zeitung gingen die Durchschnittszinssätze für Einlagen, Anleihen und Lebensversicherungen seit 2010 stetig zurück. Sie seien vom Zentralinstitut der Volks- und Raiffeisenbanken mit den mehrjährigen Durchschnittswerten der Vorkrisenzeit verglichen worden. (APA, 10.4.2016)

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