Salzburg gegen Admira vor Schritt Richtung Titel

8. April 2016, 14:46
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Aber Garcia warnt vor Fehlern wie gegen Rapid – Admira nach jüngsten Erfolgen zuversichtlich

Salzburg/Maria Enzersdorf – Fußball-Meister Red Bull Salzburg steht am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins, Sky) im Heimspiel gegen die Admira vor einem weiteren Schritt Richtung erfolgreiche Titelverteidigung. Mit einem Sieg über die Südstädter würden die "Bullen" in der siebentletzten Runde schon sechs Punkte Vorsprung auf Rapid haben.

Die Statistik lässt einen vollen Erfolg der seit sieben Spielen ungeschlagenen Salzburger erwarten. Gegen die Admira sind die "Bullen" seit neun Partien ungeschlagen und haben die jüngsten neun Kräftemessen mit den Niederösterreichern vor eigenem Publikum bei einem Torverhältnis von 32:3 allesamt gewonnen. Zuletzt wurde die Admira im Oktober des Vorjahres mit 8:0 aus der Red-Bull-Arena geschossen.

Trainer Oscar Garcia will sich von diesen Zahlen aber nicht täuschen lassen. "Die Admira hat derzeit einen Lauf. Wir werden unsere Bestleistung abrufen müssen, damit wir keine Probleme bekommen. Ich erwarte 100 Prozent Konzentration, sonst könnten wir eine böse Überraschung erleben", warnte der Spanier.

Anschließen

Ein Auftritt wie zuletzt gegen Rapid in der ersten Hälfte dürfe nicht mehr passieren, forderte Oscar Garcia. Die Partie am vergangenen Sonntag hatte der 42-Jährige wegen eines grippalen Infekts vor dem TV-Gerät mitverfolgen müssen. In der Phase vor dem Seitenwechsel habe er "das schlimmste Fieber meines Lebens" gehabt, bekannte der Coach. "Mit den ersten 15 Minuten war ich noch halbwegs zufrieden, aber danach habe ich meine Mannschaft nicht wiedererkannt."

Erst in Hälfte zwei sei es wieder aufwärtsgegangen. "Und da müssen wir jetzt gegen die Admira anschließen", forderte Oscar Garcia. Im Gegensatz zu den Salzburgern wussten die Südstädter gegen Rapid zu brillieren. Am 12. März wurde der Rekordmeister auswärts mit 4:0 geschlagen, danach folgten Siege ohne Gegentor über Sturm Graz und Mattersburg.

Kein Wunder also, dass die Niederösterreicher voller Selbstvertrauen die Reise nach Wals-Siezenheim antraten. "Wir haben gegen Salzburg die gleichen Erwartungen wie in jedem anderen Match – wir wollen punkten", kündigte Cheftrainer Ernst Baumeister an.

Das 0:8 vom vergangenen Herbst ist für den Ex-Teamspieler abgehakt. "Wir stellen uns eben nicht wie fast jede andere Mannschaft in Salzburg hinten rein, da kann so ein Ergebnis passieren."

Eine Macht

Während Baumeisters Truppe nach Verlustpunkten gerechnet die Auswärtstabelle der Bundesliga anführt, sind die Salzburger das stärkste Team vor eigenem Publikum. "Sie haben zwar auswärts Probleme, aber daheim sind sie eine Macht", analysierte der 59-Jährige. Im Titelkampf sieht Baumeister die "Bullen" als klaren Favoriten. "Sie werden sich das nicht mehr nehmen lassen."

Doch auch die Admira hat durch den Einzug ins Cup-Semifinale noch die Chance auf einen Titel, zudem winkt eine Europacup-Teilnahme über die Liga. Der aktuelle vierte Rang, der für den Start in der Europa-League-Quali reichen könnte, ist vier Punkte vor Sturm Graz abgesichert, auf die drittplatzierte Austria fehlen ebenfalls vier Zähler.

Der Abstieg ist in der Südstadt schon lange kein Thema mehr. "Wir waren aber auch nur für andere ein Abstiegskandidat, nicht für uns selbst. Unser Ziel war schon vor Saisonbeginn eine Platzierung zwischen sechs und acht", stellte Baumeister klar. "Und wenn wir es noch in den Europacup schaffen würden, wäre das eine schöne Zugabe." (APA, 8.4.2016)

Red Bull Salzburg – FC Admira Wacker Mödling (Wals-Siezenheim, 16.30 Uhr/live ORF eins, Red-Bull-Arena, SR Ouschan). Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (a), 8:0 (h), 2:1 (a)

Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Schmitz/Lazaro, Keita, Bernardo, Berisha – Soriano, Hwang

Ersatz: C. Stankovic – Lainer, Mukhtar, Pehlivan, Reyna, Minamino

Es fehlen: Leitgeb, Yabo (beide Knieverletzungen), Sörensen (Fußoperation), Laimer (Adduktorenprobleme)

Admira: Siebenhandl – Ebner, Lackner, Wostry, Pavic – Malicsek, Toth – Bajrami, Knasmüllner, Ayyildiz/Spiridonovic – Grozurek

Ersatz: Kuttin – Wessely, Zwierschitz, Sax, Starkl, Monschein, Blutsch

Es fehlen: Schößwendter (Leistenbruch), Vastic (nach Kreuzbandriss)

  • Es wird entscheidend.
    foto: apa/krug

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