Thailand: Zeit, sentimental zu werden

Blog18. April 2016, 11:59
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Vom Land in die Stadt radeln und rein in die Touristenhochburgen – einmal Urlaub machen. Doch der Endspurt ist nur ein Zwischenziel

Gleich nach den Grenzformalitäten der thailändischen Beamten wird der Verkehr umgelenkt: Auf der Freundschaftsbrücke zwischen Laos und Thailand herrscht bereits der etwas gewöhnungsbedürftige Linksverkehr. In der Grenzstadt Nong Khai fällt uns gleich auf, dass dieses Land westlicher ist als Laos: Mehr Menschen sprechen Englisch, es gibt zahlreiche 7-Eleven-Geschäfte, es herrscht mehr Verkehr auf den Straßen und natürlich gibt es mehr Touristen. Leider gibt es auch viel mehr frei herumlaufende Hunde. Nicht unbedingt ideal für Radfahrer – aber zum Glück haben sie uns nichts getan.

Buddha Park mit bizarren Statuen in Nong Khai.

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foto: stefan jahrmann

Eine siebenköpfige Schlangenskulptur.

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foto: stefan jahrmann

Weiter geht es immer den Mekong entlang. Die Landschaft ist relativ flach, und mit dem Rad geht es gut dahin. Auf den Nachtmärkten genießen wir unser Abendessen und freuen wir immer darauf, je nach Markt etwas Neues zu finden.

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foto: stefan jahrmann

Auf unserem Speiseplan: Reisgerichte mit Fisch oder Meeresfrüchten, vegetarische Frühlingsrollen, köstlich gewürzte panierte Hühnchenstreifen oder speziell panierte thailändische Würstchen, wunderbarer "Sticky Rice" und Chili-Soßen zum Dippen.

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foto: stefan jahrmann

Zwischen Loei und Lampang wird es wieder ordentlich grün und hügelig – glücklicherweise sind das unsere Beine noch von Laos gewohnt. Interessanterweise sehen wir hier kaum andere westliche Touristen, die stets freundlichen Einheimischen sind daher recht fasziniert von unserem Erscheinen – wenn auch nicht mit der Begeisterung, die uns von den Laoten entgegengebracht wurde. Dafür ist der Standard der Unterkünfte bei gleichem Preis etwas höher, auch WLAN gibt es meistens.

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foto: stefan jahrmann

Bei Lamphun können wir nicht widerstehen, uns die Elefanten im "Elephant Conservation Center" anzuschauen. Angeblich soll das in Thailand einer der tierfreundlichsten Orte für Elefanten sein. Leid getan haben uns die faszinierenden Dickhäuter trotzdem.

Kurz vor Lampang werden wir netterweise vom mittlerweile dort heimischen derStandard.at-Leser Leo zum Essen eingeladen und erhalten einen Einblick in das Alltagsleben in Thailand. (Anmerkung der Redaktion: liebe Grüße an Leser Leo!)

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foto: stefan jahrmann

Chiang Mai ist eine schöne und recht gemütliche Stadt, als Tourist ist man dort also keineswegs alleine unterwegs. Die Innenstadt lädt zum Flanieren ein, die Tempel zum Bestaunen und das Massage-Angebot zum Entspannen. Um günstiges, einheimisches Essen zu finden, muss man jedoch suchen und sich vom Zentrum entfernen.

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foto: stefan jahrmann

Jetzt beginnt der Endspurt: die letzten knapp 700 Kilometer bis nach Bangkok!

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foto: stefan jahrmann

Man beachte die Größe der Statue.

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foto: stefan jahrmann

Das Ziel kommt immer näher!

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Sattes Grün in der fast unberührten Landschaft.

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Ein hügeliger Exkurs führt uns noch ins historische Sukothai, die alte Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs.

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Zu unserem Glück findet dort gerade das Lichterfest statt – in Luang Prabang hatten sie es bereits vorgezogen. Ein prunkvolles thailändisches Fest mit theatralischen Aufführungen, Feuerwerk und zahlreichen Köstlichkeiten.

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foto: stefan jahrmann

Wir sammeln weiterhin Spenden für den guten Zweck. Der PFAU-Verein fördert Schulkinder in Simbabwe.

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Gerade noch rechtzeitig gesehen.

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Abendstimmung

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Ein beleuchteter Tempel.

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Verschnaufpause vor einem Tempel.

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Und überall Straßenstände.

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foto: stefan jahrmann

Der Rest der Strecke nach Bangkok war von vermehrtem Verkehrsaufkommen und flacher Landschaft geprägt.

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foto: stefan jahrmann

Den Sonnenuntergang genießen nach einem anstrengenden Tag.

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foto: stefan jahrmann

Und schon sind wir in Bangkok. Wir haben es geschafft! Neben der Freude kommt auch Sentimentalität auf, immerhin ist das geplante Ziel erreicht. Doch unsere Wehmütigkeit hält sich in Grenzen. Da uns das Radreisen so gefallen hat, hatten wir bereits in Laos beschlossen, die Fahrräder noch nicht nach Hause zu schicken, sondern auch nach Neuseeland mitzunehmen.

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foto: stefan jahrmann

Doch jetzt ist erst einmal Urlaub am Meer angesagt.

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foto: stefan jahrmann

Die Seele baumeln lassen ...

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foto: stefan jahrmann

... und ein wenig abtauchen ...

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foto: stefan jahrmann

... und die Unterwasserwelt bestaunen.

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foto: stefan jahrmann

In den Touristenorten reiht sich ein Restaurant an das nächste.

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foto: stefan jahrmann

Ein Waran.

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foto: stefan jahrmann

Drei Wochen lang machen wir sozusagen ganz normalen Urlaub. Wir erkunden Bangkok und allerlei Leckereien, fahren mit Bus nach Hua Hin zum Wasserpark, düsen in Krabi mit dem Moped herum, besuchen die Inseln in der Umgebung mit dem Longboat, tauchen an der Küste von Koh Phi Phi zwischen Tigerhaien und versuchen, in Phuket die Seele baumeln zu lassen.

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foto: stefan jahrmann

Etwas schwierig, denn nach all der Ruhe am Land hat uns der Rummel in den Touristenhochburgen schlichtweg umgehauen. Unser Fazit: Das ländliche Thailand gefällt uns um einiges besser als das, wofür jedes Jahr tausende Touristen herkommen.

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Fahrradbeleuchtung made in Thailand.

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Es wird Zeit, unser Gepäck flugtauglich einzupacken.

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foto: stefan jahrmann

Auch die Räder müssen zerlegt und eingepackt werden.

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foto: stefan jahrmann

Next stop: Neuseeland! (Text: Alexandra Zöchner, Fotos: Stefan Jahrmann, 18.4.2016)

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