Opel Astra: Wie man sich selbst empfiehlt

15. April 2016, 21:15
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Der Opel Astra ist eine Musterschüler mit Bestnoten – sowohl was den gepflegten Innenraum angeht, als auch Design. Lenkung und Wendekreis

Wien – Der Opel Astra hat seit Februar einen Namenszusatz: Auto des Jahres – ein heißbegehrter Titel in Europa, den die deutsche GM-Tochter nun schon zum fünften Mal einheimsen konnte. Wohlverdient, meinen wir.

Schön ist er auch

Praktisch ist der Astra und gut, zum Glück aber nicht quadratisch. Was kann er? Alles, was ein Auto heutzutage können muss. Hier beschränken wir uns wirklich auf die Dinge, die es können muss, nicht die es können könnte oder auch kann. Also hauptsächlich auf das Fahren, das Platzangebot und die Benutzerfreundlichkeit. Ach ja, schön ist er auch. Zumindest in unseren Augen hat der smaragdgrüne Schimmer der Testwagen-Farbe etwas.

foto: andreas stockinger
Der Opel Astra macht optisch wie im Fahrbetrieb eine gute Figur.

Neben dem hübschen Außenkleid ist unser Testwagen mit einem 136 PS starken Diesel ausgestattet, der ziemlich zahm wirkt. Die 6-Gang-Wandlerautomatik ziert sich ein bisserl und lässt nicht allzu viel zu. Doch für diese Disziplin gibt es eine Belohnung: Der Testverbrauchswert beläuft sich auf brave fünf Liter.

Kein Start-Stopp

In der Großstadt bewegt er sich agil, präziser Lenkung und knappem Wendekreis sei Dank. Stillstand mag er nicht so, da kommt eher ein lautes Murren anstatt eines Schnurrens vom Motor. Start-Stopp-Automatik, die das unterbinden könnte, war keine an Bord. Bei Überlandfahrten merkt man gleich, dass er ruhiger wird.

foto: andreas stockinger

Stau allerdings bringt ihn leider ein bisserl aus dem Konzept, auch Ampelstehen ist nicht so seines, der Astra beginnt dann nervös zu piepsen, sobald ihm etwas zu nahe kommt, sprich: Da melden sich die sehr, sehr, sehr aufmerksamen Parksensoren. Die sind zwar abschaltbar, schalten sich aber starrsinnig wieder ein, sobald man langsamer als elf km/h fährt.

Selbsterklärend

Dennoch ist der Astra ein Musterschüler mit Bestnoten. Haben wir schon erwähnt, dass er auch innen schön ist? Beige und Schwarz haben hier das Sagen. Die Benutzerfreundlichkeit zeigt sich durch ausgewogene Balance an greifbaren Knöpfen und virtueller Touch-Bedienung, meist selbsterklärend und ohne Blick ins Benutzerhandbuch zu bewältigen.

foto: andreas stockinger

Auf der Rückbank haben locker-flockig drei Personen Platz, trotz bis zum Anschlag zurückgeschobener Vordersitze. Der Kofferraum ist für eine Kompaktklasse recht passabel, Umlegen der Rücksitze eine Leichtigkeit. Wer auf der Rückbank Platz nimmt, kann sich an Sitzheizung und USB-Anschluss erfreuen. So kann auch bei längeren Fahrten auf dem Mobiltelefon ohne Akkuverlust herumgedrückt werden, um sich nicht unterhalten zu müssen. (Madeleine Kopitschek, 15.4.2016)

Nachlese:

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Aufgeräumt und sogar richtig stylish wirkt der Innenraum.
    foto: andreas stockinger

    Aufgeräumt und sogar richtig stylish wirkt der Innenraum.

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