Leicester braucht noch vier Siege zum Titel

8. April 2016, 13:20
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Spitzenreiter und Verfolger am Sonntag im Fernduell

Leicester/London – Der Sonntag an diesem Wochenende der englischen Fußball-Premier-League hat es wahrlich in sich. Während Tabellenführer Leicester City mit ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs beim Tabellen-18. Sunderland gastiert, empfängt Verfolger Tottenham mit Kevin Wimmer im Schlager Manchester United. Die Europa-League-Fighter aus Liverpool bekommen Besuch von Marko Arnautovic und Stoke City.

Vor dem Gang in den Nordosten zum abstiegsbedrohten Sunderland (Anpfiff 14.30 Uhr) hat Leicester vor sechs verbleibenden Partien sieben Punkte Vorsprung auf Tottenham. Zwölf Punkte und damit vier Siege bräuchten die "Foxes", die in den jüngsten vier Spielen jeweils knapp mit 1:0 gewannen, und die Meisterfrage wäre endgültig geklärt. Die Statistik spricht ohnehin schon jetzt klar für Fuchs und Co.

Seit 1995/96, als die Premier League auf 20 Vereine reduziert wurde, hat sich am Ende 16-mal der Club durchgesetzt, der nach 32 Runden in Führung gelegen ist. "Wir glauben daran, was wir tun. Wir glauben, dass es heuer eine magische Saison ist, und wir glauben, dass die nächste Saison nicht das Gleiche sein wird", wies Coach Claudio Ranieri, im März als "Trainer des Monats" ausgezeichnet, auf die einmalige Chance hin.

Als dezente Warnung für Leicester darf gelten, dass in drei der vergangenen sechs Spielzeiten der Spitzenreiter zu diesem Zeitpunkt seinen Vorsprung noch vertändelt hat. 2012 verspielte Manchester United sogar einen Acht-Punkt-Vorsprung auf Manchester City, zog letztlich aufgrund der schlechteren Tordifferenz den Kürzeren. "Wir haben noch immer einen langen Weg vor uns, hoffentlich können wir noch ein paar Siege mitnehmen", blieb Verteidiger Wes Morgan dementsprechend bescheiden.

Heuer liefern sich die Lokalrivalen aus Manchester einen harten Kampf um Platz vier, lediglich ein Punkt trennt die beiden momentan. Ein Sieg bei Tottenham am Sonntag (17.00 Uhr) wäre für die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal daher besonders wertvoll. Die Londoner hingegen wären im Falle einer Niederlage gegenüber Leicester möglicherweise bereits mit zehn Punkten im Hintertreffen – für das Ranieri-Team käme das schon einem Matchball gleich.

Stoke kann gegen Liverpool, das am Donnerstag im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinales ein 1:1 bei Borussia Dortmund erreichte, voraussichtlich wieder auf Kapitän Ryan Shawcross und den Schweizer Xherdan Shaqiri zurückgreifen. Die beiden Schlüsselspieler fehlten in den vergangenen beiden Partien wegen Verletzungen. Stoke liegt momentan auf Platz acht in der Tabelle, Liverpool rangiert mit zwei Punkten weniger auf dem Konto einen Platz dahinter. (APA, 8.4.2016)

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