F. Scott Fitzgerald: Von den zwei Untergehern

14. April 2016, 10:41
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Mitschnitt eines Leseevents mit Paul Ingendaay, Maria Schrader und Tom Schilling

Als F. Scott Fitzgerald 1940 im Alter von 44 Jahren starb, hielt er sich und sein Werk für vergessen. Gerade einmal 20 Leute folgten bei der Beisetzung seinem Sarg. Doch kurze Zeit später wurden seine Bücher neu aufgelegt, mit bis heute ungebrochenem Erfolg. Er gilt als einer der Großen der US-amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts – und mit seiner Frau Zelda als einer der glamourösesten Untergeher.

Paul Ingendaay gestaltete auf der Buchmesse lit.cologne ein Leseevent um diesen "Moralisten im Selbstversuch, der ernsthaft vor die Hunde ging". Den größten Teil nimmt Ingendaays unprätentiös vorgetragene Lebensnachzeichnung ein, die Fitzgerald-Lesern nichts umwerfend Neues bringt.

Rätselhaft aber, wieso Tom Schilling und Maria Schrader als Rezitatoren geladen wurden. Hat Schilling – zu jung, um ansatzweise glaubhaft zu sein – den Auszug aus Der große Gatsby erst wenige Minuten vor dem Auftritt bekommen? Stockend und unakzentuiert liest er, Maria Schrader ist nur graduell besser. Das Wunder: Selbst das hält Fitzgeralds Prosa mühelos aus. (Alexander Kluy, Album, 11.4.2016)

  • "Literat privat – F. Scott Fitzgerald". € 16,90 / 76 min. Random House Audio, München 2016
    cover: random house audio

    "Literat privat – F. Scott Fitzgerald". € 16,90 / 76 min. Random House Audio, München 2016

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