Schwer verschuldete Stiftung der Arena von Verona wird aufgelöst

8. April 2016, 13:15
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300 Mitarbeiter bangen um ihren Arbeitsplatz

Verona – Die mit 25 Millionen Euro verschuldete Stiftung, die die Arena von Verona verwaltet, wird aufgelöst. Dies wurde vom Aufsichtsrat der Stiftung beschlossen, nachdem ein Abkommen mit den Gewerkschaften für Personaleinsparungen in Höhe von vier Millionen Euro pro Jahr abgelehnt wurde. Die 300 Jobs in der Arena sind gefährdet.

Gegen das Abkommen sprachen sich die rund 300 Mitarbeiter der Arena per Referendum aus. Daraufhin beschloss der Aufsichtsrat unter der Führung des Bürgermeisters von Verona, Flavio Tosi, die Auflösung der Stiftung, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera".

Der italienische Kulturminister, Dario Franceschini, will laut dem Blatt einen Sonderverwalter nach Verona entsenden, der einen Ausweg aus der Krise suchen soll. Damit dürfte die Opernsaison im Juni nach Plan starten. Eine Privatisierung der Arena wird nicht ausgeschlossen. Der Bürgermeister von Verona kritisierte die Belegschaft wegen der Ablehnung des Abkommens für die Kostenreduktion. Damit seien jetzt alle Jobs gefährdet.

Beliebte Konzertstätte

Die Arena in Verona ist nach dem Kolosseum in Rom und der Arena von Capua das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Die 45 Stufenränge des Zuschauerraums sind jeweils circa 45 Zentimeter hoch und tief und bieten heute 22.000 Zuschauern Platz. Seit 1913 wird das Bauwerk als Theater genutzt. Am 10. August 1913 wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi die Oper "Aida" aufgeführt. Aufgrund der hervorragenden Akustik konnte sich die Arena schnell als Konzertstätte etablieren. Heute finden vor allem in den Monaten Juni, Juli und August Opernaufführungen und Rock-Konzerte statt. (APA, 8.4.2016)

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