Briten kaufen Druckerei Leykam Let's Print

8. April 2016, 15:08
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Walstead und Leykam Let's Print Print formieren größtes unabhängiges Druckunternehmen Europas

Neudörfl – Mit der Übernahme der Let's Print Holding AG (Leykam Let's Print) durch die britische Walstead Group entsteht das größte unabhängige Druckunternehmen Europas. Die entsprechenden Verträge wurden bereits unterzeichnet, der Umsatz der Gruppe wird auf 490 Millionen Euro geschätzt, erwirtschaftet durch rund zweitausend Beschäftigte an elf europäischen Standorten. Kaufpreis wurde keiner genannt.

Mit einem Umsatz von 225 Millionen Euro und 730 Mitarbeitern ist das im burgenländischen Neudörfl angesiedelte Leykam-Druckunternehmen die größte Druckerei Österreichs und eine der führenden in Zentral- und Osteuropa. Das Unternehmen operiert an zwei Standorten in Österreich und jeweils einem in Slowenien und Tschechien. Mehr als 70 Prozent des Umsatzes würden durch die Produktion von Flugblättern für den Handel in Österreich, Deutschland, Tschechien und der Schweiz generiert, hieß es.

Hub für Mittel- und Osteuropa

Das Leykam Druckunternehmen soll dabei den "Hub für unsere weitere Expansion und Marktdurchdringung in Mittel- und Osteuropa bilden", kündigte der Vorsitzende der britischen Walstead Group, Mark Scanlon, an

Das Closing der Transaktion werde in etwa vier Wochen erwartet, hieß es in einer Aussendung von Leykam Let's Print. Voraussetzung ist eine kartellrechtliche Genehmigung. Wesentliche Eigentümer der Leykam Let's Print sind die mehrheitlich der steirischen SPÖ gehörende Leykam Medien AG mit 45,6 Prozent und die Erste Bank, die über die EGB Capital Invest 41,8 Prozent hält.

"Belegschaftsvertreter und Belegschaft unterstützen die Transaktion und sehen im neuen potenziellen Eigentümer einen Garanten für die Fortführung von Wachstumskurs und Beschäftigung", so der Landesgeschäftsführer der steirischen SPÖ, Max Lercher.

Die Unternehmensstrategie der Leykam Let's Print sei seit Jahren bekannt und werde so weiterverfolgt werden. Während des Closings werde man aber seitens der SPÖ mit Statements zurückhaltend sein. Danach werde man sich entsprechend äußern. (red, 8.4.2016)

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