Wie Absolventen erfolgreich zu Gründern wurden

Ansichtssache15. April 2016, 09:00
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Fachhochschulen wollen ihre Studierenden mit vielfältigen Angeboten zum Gründen ermutigen – was ihnen vielfach gelingt

Unternehmensgründungen liegen im Trend, auch an Fachhochschulen. Vier Start-ups im Porträt.

foto: accessibility all areas
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Musikveranstaltungen, Sportevents, aber auch kulturelle Veranstaltungen wie Kinobesuche und Theateraufführungen sollen Menschen mit Behinderungen unkompliziert zugänglich sein. Um das möglich zu machen, gründeten Martina Gollner, Absolventin der Fachhochschule Campus Wien, und Christina Riedler, Uni-Wien-Absolventin, das Start-up "Accessibility All Areas". Damit bieten sie Beratung für Veranstalter bei der Planung und Durchführung von Events. Die Arena Wien nimmt ihr Service derzeit in Pilotprojekten in Anspruch.

Künftig will das Duo nicht nur Veranstaltern, sondern auch deren Kunden, also Menschen mit Behinderung, zur Seite stehen. "An einem Onlineportal, über das sie sich an uns wenden können, arbeiten wir." Bei der Beratung setzen die Frauen, die sich aus der Schulzeit kennen, auf ihr Fachwissen: Riedler ist seit 15 Jahren Begleitperson, Gollner studierte Soziale Arbeit und ist selbst hochgradig sehbehindert.

Dass es sehr wohl möglich ist, behinderte Menschen an Großveranstaltungen teilhaben zu lassen, sei ihnen bei einem Iron-Maiden-Konzert in England bewusst geworden. "Dort waren nicht nur Teilnehmende mit Rollstuhl, sondern mit den verschiedensten Behinderungen auf den Plattformen. Einer sah sogar von einer Krankenliege aus dem Konzert zu."

Das Projekt als For-Profit anzulegen, bezeichnen die Frauen als bewusste Entscheidung. Riedler: "Behinderte Menschen sollen nicht länger Bittsteller sein, sondern als Kunden betrachtet werden, wie alle anderen auch."

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