Entführung eines Grazer Geschäftsmanns war fingiert

8. April 2016, 10:35
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Motiv laut Kriminalisten hohe Verschuldung

Graz – Die Entführung eines Geschäftsmannes am Dienstabend in Graz war von diesem selbst inszeniert. Dies teilte die Landespolizeidirektion am Freitag mit. Der 39-Jährige gestand nach hartnäckigem Leugnen, die Geschichte fingiert zu haben, als ihn die Ermittler mit umfangreichen Beweisen konfrontierten. Als Motiv gilt die hohe Verschuldung des Grazers.

Der Grazer hatte am Dienstagabend den Notruf gewählt und behauptet, er sei von zwei maskierten Männern in einen Kleinbus gezerrt und geschlagen worden. Die beiden Täter hätten ihn um mehrere zehntausend Euro Bargeld – mit dem er habe Schulden zahlen wollen – erleichtert und wenig später in einem Wald in Thal bei Graz ausgesetzt.

Der Polizei war die Geschichte aufgrund einiger Ungereimtheiten seltsam vorgekommen. Nach umfangreichen Ermittlungen bezüglich der finanziellen Hintergründe des Mannes, Befragung von Zeugen sowie Auswertung von Spuren und Videoaufzeichnungen erhärtete sich der Verdacht. In einer neuerlichen Einvernahme widerrief der Grazer dann unter der Last der Beweise seine Aussagen. Der hoch verschuldete 39-Jährige hatte sich laut Landeskriminalamt durch die Vortäuschung der Entführung Ruhe vor seinen Gläubigern versprochen. Er wird angezeigt. (APA, 8.4.2016)

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