US-Bürger nach 33 Jahren Haft durch DNA-Probe entlastet

8. April 2016, 06:03
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Keith Harward war fälschlicherweise wegen Mordes und Vergewaltigung verurteilt worden. Er wurde aus der Haft entlassen

Washington – In den USA ist der ehemalige Matrose Keith Harward nach 33 Jahren aus der Haft entlassen worden, nachdem eine DNA-Probe seine Unschuld bewiesen hatte. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats Virginia widerrief am Donnerstag das Urteil gegen den 59-Jährigen.

Harward war zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er 1982 eine Frau vergewaltigt und ihren Ehemann getötet haben sollte. Zur Verurteilung reichte damals sein angeblicher Zahnabdruck am Hals der Frau. Jahrzehnte später zeigten DNA-Tests, dass ein anderer Matrose die Taten begangen hatte. Er war mittlerweile im Gefängnis gestorben, wo er wegen einer anderen Straftat einsaß.

149 unschuldig Verurteilte 2015 freigelassen

2015 waren in den USA 149 Menschen freigelassen worden, nachdem sie durchschnittlich jeweils 14,5 Jahre unschuldig im Gefängnis verbracht hatten, wie die Rechtsfakultät der Universität von Michigan im Februar errechnete. Zwei Drittel der Betroffenen gehörten ethnischen Minderheiten an, die Hälfte von ihnen waren Schwarze. Die Dunkelziffer der unschuldig Verurteilten liegt den Studienautoren zufolge deutlich höher. (APA, 8.4.2016)

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