Waffen für alle

Einserkastl7. April 2016, 18:06
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Die Vertreter der rechteren Parteien schießen gern

Der Team-Stronach-Klubchef Robert Lugar hat sich jetzt eine Glock-Pistole zugelegt und bereitet sich auch schon fleißig auf die Lizenz zum Waffenbesitz vor: "Von der Einschulung bis zum Psychotest", erklärte er bereitwillig. Er hat nämlich, wie er auch offen sagt, Angst wegen der vielen Flüchtlinge.

Auch FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer ist seit sechs Monaten Besitzer einer Glock. Einen direkten Konnex zu den Flüchtlingen stellt er nicht her: "Ich schieße einfach gern", teilte er in schöner Offenheit mit.

Das können doch recht viele von uns irgendwie nachvollziehen. Es ist etwas im Manne, das will schießen. Dass die Vertreter der rechteren Parteien eine besondere Affinität dazu haben, davon kann man auch ausgehen, wobei man wieder unterscheiden muss zwischen Jägern, denen die Pirsch auf Wild mehr Freude macht, jenen, die pathologisch Waffen aller Art horten, und jenen, die glauben, wegen irgendwelcher Gefahren die Glock unter dem Kopfpolster haben zu müssen.

Amerikanische Statistiken weisen freilich darauf hin, dass deutlich mehr eigene Familienmitglieder als etwa Einbrecher Opfer von Schusswaffengebrauch sind; aber das will niemand von den Waffenkäufern wissen. Seit der Flüchtlingskrise ist die Zahl der Waffen und Waffenbesitzer bei uns signifikant angestiegen. Robert Lugar ist also in dem Sinn ein echter Volksvertreter. Und Norbert Hofer schießt einfach gern. (Hans Rauscher, 7.4.2016)

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