Dopingskandal auch im russischen Eishockey

7. April 2016, 16:50
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Großteil des russischen U-18-Eishockey-Teams wohl positiv auf Medlonium gestestet

Auch dem russischen Eishockey droht ein Dopingskandal. Kurz vor Beginn der U18-Weltmeisterschaft in Grand Forks/USA (14. bis 24. April) ist offenbar über die Hälfte der am Trainingscamp beteiligten Nationalspieler positiv auf Meldonium getestet worden. Das berichtete der kanadische Fernsehsender TSN unter Berufung auf russische Quellen.Statt der U18 wird nun wohl die U17 bei der WM in North Dakota antreten. Die russische Mannschaft wollte eigentlich am Donnerstag in die USA fliegen, das Aufgebot muss bis zum 13. April bekannt gegeben werden.

Ende März hatte der russische Sportminister Witali Mutko erklärt, dass seit Jahresbeginn insgesamt 27 Sportler des Landes positiv auf den verbotenen Wirkstoff getestet worden seien. Dazu gehörten unter anderem Tennis-Superstar Maria Scharapowa, Schwimm-Weltmeisterin Julija Jefimowa und der mehrmalige Eisschnelllauf-Weltmeister Pawel Kulischnikow.

Eine sehr hohe Fallzahl beim Nachweis von Meldonium im vergangenen Jahr hatte dazu geführt, dass der Wirkstoff von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ab dem 1. Januar 2016 auf die Verbotsliste gesetzt wurde. Die vor allem in den baltischen Staaten und Russland vertriebene Substanz soll die Durchblutung fördern und wird als Medikament bei Herzerkrankungen eingesetzt. (sid, 7.4.2016)

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