Pottwalköpfe bewähren sich im Crashtest

8. April 2016, 08:00
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foto: ap photo/guam variety news, chris bangs

Brisbane – Nutzen männliche Pottwale ihre gewaltigen Schädel für Kämpfe um die Weibchen? Die Rammbock-Idee ist nicht neu, verlässlich beobachtet wurde ein solches Verhalten zwischen Nebenbuhlern aber erst einmal. Dafür sprechen würden jedenfalls die zahlreichen Berichte aus dem 19. Jahrhundert, wonach Pottwale Schiffe mit ihrem Köpfen angriffen, was schließlich auch Herman Melville zu seinem "Moby Dick" inspirierte.

Australische Biologen wollten diese Thesen überprüfen, und schauten nach, ob die Wale anatomisch dafür überhaupt ausgerüstet seien. Laut dem Journal "PeerJ" ließen die Forscher um Olga Panagiotopoulou von der University of Queensland die Pottwale dafür bei virtuellen Crashtests im Computer aufeinanderprallen. Das Ergebnis: Die Struktur des spermacetigefüllten Organs verleiht dem Walkopf große Stabilität und schützt den Schädelknochen vor Verletzungen, die bei frontalen Zusammenstößen auftreten würden. (tberg)

Abstract
PeerJ: "Architecture of the sperm whale forehead facilitates ramming combat."

(8.4.2016)

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