Brennpunkt U6: Wie sicher fühlen Sie sich?

User-Diskussion26. April 2016, 08:00
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Security-Beamte sollen dabei helfen, das Sicherheitsgefühl entlang von Öffilinien wie der U6 zu erhöhen. Wirkt das?

Wie viel kostet Sicherheit? Im Monat etwa 50.000 Euro, wenn es nach den Wiener Linien geht. So viel Geld wird derzeit für Securitys ausgegeben, die entlang der U-Bahn-Linie patrouillieren. Unterstützt werden sie von 30 Mitarbeitern der Wiener Linien, Aufgaben der Exekutive sollen sie nicht übernehmen. Es bleibt die Hausordnung der Wiener Linien und der Versuch, selbige durchzusetzen. Unterwegs sind die Security-Teams vorerst nicht mit Rauschgift erschnüffelnden Hunden, wie Bürgermeister Häupl erst sagte. Öffi-Stadträtin Ulli Sima stellte klar, dass keine Hunde dabei sein werden, später jedoch "sympathische Wuffzis".

Die Wiener Linien versuchen mit diesem "Sicherheitsexperiment", dem Drogenhandel beizukommen, bis im Juni das Suchtmittelgesetz in Kraft tritt, das Drogenhandel im öffentlichen Raum als Straftatbestand vorsieht. Das subjektive Sicherheitsgefühl für Passagiere der Wiener Linien an Hotspots wie dem Westbahnhof und dem Praterstern zu steigern, ist nun also mitunter auch Aufgabe eines privaten Sicherheitsdienstes. Mehr Befugnisse als das Anhalterecht, das jedem normalen Bürger ebenso zusteht, haben die Mitarbeiter der Firma Securitas allerdings nicht.

Ihr Sicherheitsgefühl in der U6

Haben Sie das neue Sicherheitspersonal entlang der U-Bahn-Linie zwischen Siebenhirten und Floridsdorf schon wahrgenommen? Wie beurteilen Sie die Entwicklung, dass Sicherheitsaufgaben – auch nur oberflächlich – an private Unternehmen ausgelagert werden? Glauben Sie, dass mehr Personal zumindest eine abschreckende Wirkung gegenüber Drogendealern und Kleinkriminellen hat? Oder ist das Problem in Ihren Augen gar nicht so groß, wie medial transportiert? (mahr, 26.4.2016)

  • Mit wachem Blick sollen die Security-Mitarbeiter der Wiener Linien Sicherheitsbedrohungen erkennen und melden.
    foto: der standard/luger

    Mit wachem Blick sollen die Security-Mitarbeiter der Wiener Linien Sicherheitsbedrohungen erkennen und melden.

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