Siemens-Mann Löscher wird OMV-Präsident

7. April 2016, 17:25
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Marc Hall und Karl Rose ersetzen Wolfgang Littich und Herbert Stepic im Aufsichtsrat

Wien – Die Runderneuerung der OMV schreitet voran, nun auch im Aufsichtsrat. Bei der Hauptversammlung am 18. Mai soll der frühere Chef des deutschen Siemens-Konzerns, Peter Löscher, zum Präsidenten des 15-köpfigen Kontrollgremiums gewählt werden. Das hat das Nominierungskomitee in der Öbib, die als Staatsholding die Anteile der Republik (31,5 Prozent) hält, beschlossen.

Mit Marc Hall zieht zudem ein früherer OMV-ler in den Aufsichtsrat ein. Er folgt Wolfgang Littich nach. Der Chef der Allianz-Versicherung war seit 2001 Aufsichtsrat der OMV und scheidet im Mai aus. Hall war in den 1990er-Jahren eine zeitlang als Vorstandsdirektor für den Bereich Gas in der OMV verantwortlich. Nach einem Intermezzo bei RWE und Bayerngas in Deutschland war Hall bis Dezember 2015 im Vorstand der Wiener Stadtwerke Holding AG tätig.

Für den ebenfalls ausscheidenden Ex-Chef der Raiffeisen Bank International, Herbert Stepic, wurde Karl Rose nachnominiert. Der Montanistiker (Leoben) war 15 Jahre für Royal Dutch Shell tätig, unter anderem als Vizepräsident Shell International und als Chefstratege.

Das Revirement an der Spitze des OMV-Aufsichtsrats war notwendig geworden, nachdem der erst bei der Hauptversammlung im Vorjahr an die Spitze des Aufsichtsgremiums gewählte Mondi-Chef Peter Oswald überraschend seinen Rückzug angekündigt hatte. Als Begründung nannte er den Zeitaufwand, den er unterschätzt habe.

Löscher war von 2007 bis 2013 Siemens-Chef. Derzeit ist der gebürtige Kärntner bei der Schweizer Renova-Holding tätig, die dem russischen Oligarchen Viktor Vekselberg gehört. (stro, 7.4.2016)

  • Der ehemalige Siemens-Chef Peter Löscher soll den Aufsichtsratsvorsitz bei der OMV übernehmen.
    foto: reuters/arnd wiegmann

    Der ehemalige Siemens-Chef Peter Löscher soll den Aufsichtsratsvorsitz bei der OMV übernehmen.

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