Andrang an Medizinunis: Mehr als 15.000 Bewerber für 1.620 Plätze

7. April 2016, 10:43
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Zunahme um acht Prozent – In Linz heuer 120 statt 60 Studienplätze

Wien/Graz/Linz – Einen erneuten Zuwachs an Bewerbern verzeichnen die Medizin-Unis in Wien, Graz und Innsbruck sowie die Medizin-Fakultät an der Uni Linz. Heuer haben sich 15.129 Personen für den am 8. Juli stattfindenden Aufnahmetest angemeldet. Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber 2015. Insgesamt werden 1.620 Studienplätze vergeben, das sind 60 mehr als im Vorjahr (plus vier Prozent).

An der Medizin-Uni Wien haben sich 7.519 Bewerber (2015: 6.912) verbindlich zum Aufnahmetest für die 740 Plätze angemeldet, davon sind 3.045 Männer und 4.474 Frauen. In Innsbruck gehen 3.626 Interessenten (2015: 3.493) für 400 Plätze an den Start, davon 1.458 Männer und 2.168 Frauen. In Graz gingen 3.178 Anmeldungen für 360 Plätze ein (2015: 3.039), davon 1.345 Männer und 1.833 Frauen. 806 Personen (2015: 597) dürfen sich in Linz Hoffnungen auf einen der heuer erstmals 120 (bisher: 60) Studienplätze machen, davon sind 331 Männer und 475 Frauen.

Wien: Zehn Bewerber für einen Platz

Rechnerisch kommen damit in Wien zehn Bewerber auf einen Platz, in Innsbruck und Graz je neun und in Linz sieben. Allerdings gehen wie bisher 75 Prozent der Studienplätze an allen Unis an Kandidaten mit österreichischem Maturazeugnis, 20 Prozent an Bewerber aus der EU und fünf Prozent an Kandidaten aus Drittstaaten.

Die Bewerber müssen bei den am 8. Juli an allen Standorten gleichzeitig stattfindenden Aufnahmeprüfungen wie schon in den Vorjahren die bundesweit einheitlichen Tests "MedAT-H" (für angehende Humanmediziner) und "MedAT-Z" (für Zahnmedizin-Interessenten) absolvieren. Dieser setzt sich aus einem "Basiskenntnistest" über schulisches Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik, einem Textverständnistest, einem Test über "Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten" (Zahlenfolgen, Gedächtnis und Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen) sowie über "Soziales Entscheiden" zusammen. In letzterem soll erhoben werden, wie in sozialen Situationen Entscheidungen getroffen und welche Überlegungen für die Entscheidungsfindung angestellt werden. Zahnmediziner müssen auch manuelle Fertigkeiten nachweisen. (APA, 7.4.2016)

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