Nicht Kalorienzahl, sondern ihr Aktivitäts-Äquivalent soll vom Naschen abhalten

7. April 2016, 07:00
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London – Was kann man tun, um die Bevölkerung zu bewussterer Ernährung und mehr Sport zu verleiten? Am besten, man zeigt ihr, wie viel man Schwitzen muss, damit man etwa diese eine Chipspackung wieder von den Hüften kriegt. In diese Richtung jedenfalls geht der Vorschlag britischer Forscher, um beides zu erreichen: Im Fachblatt "The British Medical Journal" fordern sie, dass auf Lebensmitteln vermerkt wird, wie viel Bewegung nötig ist, um deren Inhalt vollständig zu verbrennen. Da schlägt dann beispielsweise eine Dose Limonade mit fast 30 Minuten Gehen schon ordentlich zu Buche.

Dies würde nach Ansicht der Forscher viele vom Naschen abschrecken. "Dank ihrer leichten Verständlichkeit und Vergleichbarkeit bietet eine Beschriftung mit dem Bewegungs-Äquivalent der enthaltenen Kalorien eine Referenz, mit der praktisch jeder etwas anfangen kann", meint Shirley Cramer von der Royal Society of Public Health. (tberg)

Abstract
The BMJ: "Food should be labelled with the equivalent exercise to expend its calories."

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