Sollen Präsidentschaftskandidaten jeden Quatsch mitmachen?

6. April 2016, 17:59
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Über UHBP-Eignungstests

Muss ein Bundespräsident / eine Bundespräsidentin auf dem Kopf stehend jodeln können?

Oder beweisen, dass er/sie mit Messer und Gabel essen kann?

Oder bei einem Nutzloses-Trivialwissen-Quiz mitmachen können?

Anscheinend schon, wenn man nach den Kasperliaden geht, die vor allem Puls 4, aber auch der ORF mit der Wahlfahrt aufgezogen haben.

Am Montag mussten sich Irmgard Griss und Richard Lugner auf Puls 4 einem "Eignungstest" stellen. Erste Aufgabe: einen Witz erzählen.

Hallo? Soll man künftig den Bundespräsidenten für Polterabende oder Kindergeburtstage engagieren können? Und dann die praktische Testaufgabe, ob Griss und Lugner bei einem "Staatsbankett" wissen, wie man äthiopische Fleischpalatschinken isst (mit der Hand).

Bei der ORF-Wahlfahrt sollten dann Hymnen erraten werden oder an der in Silhouette gezeigten Frisur, um welchen Staatsmann es sich handelt (u. a. Erwin Pröll – diese frechen Schlingel vom ORF!). Griss wie Lugner stiegen passabel aus, die Frage ist aber, ob sich die Kandidaten überhaupt so zum Affen machen sollten.

Was kommt als Nächstes? Senioren-Sackhüpfen als Fitnesstest? Wer hat die herzigsten Katzenbilder am Smartphone (wichtig für Jungwähler!)?

Ein echter Eignungstest für ein Staatsoberhaupt wäre, ob er/sie bereit ist, jeden irrelevanten Blödsinn mitzumachen. (Hans Rauscher, 6.4.2016)

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