18 Jahre Haft für Halsstich in Wien-Währing

6. April 2016, 17:44
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Einstimmer Schuldspruch wegen versuchten Mordes – Nicht rechtskräftig

Wien – Ein 35-jähriger Mann, der in der Nacht auf den 28. April 2015 dem neuen Freund seiner Expartnerin im Schlaf in den Hals gestochen hatte, ist im Wiener Landesgericht wegen versuchten Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Der Wahrspruch der Geschworenen fiel diesmal einstimmig aus, nachdem die Berufsrichter im ersten Rechtsgang das Urteil wegen Irrtums der Geschworenen ausgesetzt hatten.

Im ersten Verfahren hatten die Laienrichter mehrheitlich auf schwere Körperverletzung entschieden und den inkriminierten Tötungsvorsatz verneint. In der Neuauflage drang der Angeklagte mit seiner Version, der neue Partner wäre auf ihn zugekommen und er habe sich zur Wehr gesetzt, nicht mehr durch. Der 53-Jährige, der mit viel Glück den zehn Zentimeter tiefen Stich in den Hals überlebt hatte, bekam außerdem 8.000 Euro zugesprochen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Verteidiger Andreas Reichenbach meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Staatsanwältin Juliane Oberhofer gab vorerst keine Erklärung ab. (APA, 6.4.2016)

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