"Junguni"-Ranking: Meduni Wien auf Platz 34

6. April 2016, 22:00
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Uni Linz fällt zum Abschied aus Top 100 – ETH Lausanne voran

Wien – Die 1365 als Fakultät der Uni Wien gegründete Medizinische Universität (Meduni) Wien ist erneut die bestplatzierte heimische Universität im am Mittwoch veröffentlichten "Times Higher Education 150 Ranking Under 50", bei dem die besten "jungen" Hochschulen gekürt werden. Sie belegte Platz 34 (2015: 37), die 1966 gegründete Uni Linz fiel im letzten Jahr ihrer "Jugend" aus den Top 100 (2015: 87).

Beste "Junguni" ist wie im Vorjahr die ETH Lausanne. Dahinter folgen die Nanyang Technological University (Singapur), die Hong Kong University of Science and Technology, die Universität Maastricht (Niederlande) und die Pohang University of Science and Technology (Südkorea).

2004 ausgegliedert

Als "Junguni" geht die traditionsreiche Meduni Wien durch, weil sie 2004 aus der Uni Wien ausgegliedert wurde und seither eine eigenständige Universität ist. Damit ist die vor 650 Jahren als älteste medizinische Fakultät des deutschsprachigen Raums gegründete Einrichtung gleichzeitig die "jüngste" im Ranking berücksichtigte Top-Institution. Die Uni Linz landete heuer auf den nicht mehr exakt gerankten Plätzen 101-150.

Für das zum fünften Mal publizierte Ranking wurden jene 13 Indikatoren aus fünf Bereichen (Forschung, Lehre, Zitierungen, Drittmittel, internationale Aktivitäten) herangezogen, die auch für das "Times Higher Education World University Ranking" verwendet werden, allerdings etwas anders gewichtet. Ranking-Herausgeber Phil Baty lobte in einem Statement gegenüber der APA die beständige Top-Platzierung der Medizin-Uni Wien. Mit derzeit nur zwei Unis in den besten Top 150 liege Österreich allerdings hinter vielen Nachbarstaaten. Dazu komme, dass die Uni Linz im nächsten Jahr aus der Wertung herausfalle. "Österreich muss härter arbeiten, wenn es in den nächsten Jahren einen starken Eindruck in dieser Liste hinterlassen will."

Verzerrt wird die Rangliste wie im Fall der Meduni Wien durch die Aufnahme diverser Neu- und Umgründungen älterer Institutionen: So wurden etwa die im Spitzenfeld platzierten Universitäten Pierre et Marie Curie (Rang neun) und Paris-Sud (18, beide Frankreich) Anfang der 1970er-Jahre aus der Sorbonne ausgegliedert. Auch die nach der Meduni Wien "zweitjüngste" Hochschule in der Rangliste, die Universität Duisburg-Essen, entstand 2003 durch eine Fusion der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Universität-Gesamthochschule Essen. (APA, 6.4.2016)

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