Echo: Gabalier und Wanda mit Preischancen

6. April 2016, 15:32
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Roger Cicero könnte bei der 25. Verleihung am Donnerstag posthum einen Echo gewinnen – Auftritte von Xavier Naidoo und Sarah Connor

Berlin/Wien – Berlin rollt wieder den roten Teppich aus: Die Musikbranche vergibt morgen, Donnerstag, zum 25. Mal den Echo. Als Favorit für eine Auszeichnung gilt Rapper Sido mit vier Nominierungen. Die Britin Adele und Schlagersängerin Helene Fischer sind jeweils drei Mal vorgeschlagen. "Alles läuft auf Hochtouren", sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Derzeit werde in den Berliner Messehallen noch geprobt.

Stark vertreten sind österreichische Künstler: Neben Christina Stürmer, Hansi Hinterseer und Andreas Gabalier haben auch Wanda und Bilderbuch Preischancen. Auf der Bühne stehen Sarah Connor, Sängerin Enya, Udo Lindenberg, Xavier Naidoo, aber auch die deutsche Kandidatin für den Eurovision Song Contest, Jamie-Lee.

Bei der Show soll auch an den Jazzmusiker Roger Cicero erinnert werden, der Ende März mit 45 Jahren überraschend gestorben war. Die Todesnachricht habe auch das Echo-Team getroffen, teilten die Veranstalter mit. Cicero könnte posthum einen weiteren Echo gewinnen, weil er einmal nominiert ist. Auf der Liste der Nominierten stehen auch die verstorbenen Musiker David Bowie, Udo Jürgens und Motörhead-Frontmann Lemmy Kilmister.

Preise in 31 Kategorien

Mit dem Echo werden die erfolgreichsten Künstler geehrt. Vergeben wird der Preis in 31 Kategorien. Nominiert ist auch die umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild. Die Band war 2013 beim Echo noch von der Nominierungsliste gestrichen worden, nachdem andere Gruppen wie Kraftklub mit einem Boykott gedroht hatten. Im Sommer sprachen sich die Südtiroler auf ihrer Internetseite gegen Fremdenhass aus.

Viele Gewinner bleiben bis zum Abend geheim. Einige Preisträger sind aber bereits bekannt. Die Puhdys bekommen zum Beispiel den Echo für ihr Lebenswerk, und Schlagersänger Roland Kaiser wird für sein soziales Engagement geehrt. Kaiser unterstütze karitative Einrichtungen für Kinder und mache sich für das Thema Organspende stark, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. "Größten Respekt verdient nicht zuletzt sein mutiges Eintreten für eine weltoffene, empathische Gesellschaft als Reaktion auf die Pegida-Bewegung", teilte Florian Drücke vom Bundesverband Musikindustrie mit. Der Verband vergibt den Echo.

ARD überträgt die Gala am Donnerstag ab 20.15 Uhr. Moderiert wird sie von Barbara Schöneberger. (APA, 6.4.2016)

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