China provoziert mit neuem Leuchtturm im Südchinesischen Meer

6. April 2016, 13:52
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Das Riff, auf dem das Bauwerk steht, wird auch von Vietnam und den Philippinen beansprucht

Peking – China hat seine Präsenz im Südchinesischen Meer ausgeweitet und dort auf den umstrittenen Spratly-Inseln einen Leuchtturm eröffnet. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am späten Dienstagabend berichtete, ist der 55 Meter hohe Turm am Subi-Riff mit Technologie zur Beobachtung vorbeifahrender Schiffe ausgestattet.

Xinhua zufolge trafen sich chinesische Behördenvertreter am Dienstag zu einer Eröffnungszeremonie auf dem Riff. Das von China zu einer künstlichen Insel ausgebaute Subi-Riff wird auch von Vietnam und den Philippinen beansprucht. Die Volksrepublik China beansprucht fast das gesamte Südchinesische Meer, an dessen Grund große Rohstoffvorkommen vermutet werden und wo sie bereits Öl-Probebohrungen vornahm. In dem Gebiet der von mehreren weiteren asiatischen Ländern beanspruchten Spratly-Inseln lässt Peking seit geraumer Zeit künstliche Inseln aufschütten, um Hafenanlagen und Flugplätze zu bauen. (APA, 6.4.2016)

  • Stein des Anstoßes: Der Leuchtturm auf den umstrittenen Spratly-Inseln wurde am Dienstag feierlich eröffnet. Vietnam und die Philippinen reagierten erbost.
    foto: ap / xing guangli

    Stein des Anstoßes: Der Leuchtturm auf den umstrittenen Spratly-Inseln wurde am Dienstag feierlich eröffnet. Vietnam und die Philippinen reagierten erbost.

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