Millionenförderungen für zwei Forscher der Med-Uni Wien

6. April 2016, 13:23
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Maria Sibilia und Tibor Harkany vom Europäischen Forschungsrat für Advanced Grants ausgewählt

Wien – Die Krebsforscherin Maria Sibilia und der Hirnforscher Tibor Harkany von der Medizinischen Universität Wien werden mit einem hoch dotierten Wissenschafts-Förderpreis des Europäischen Forschungsrats (ERC) ausgezeichnet, teilte die Uni am Mittwoch mit. Sie erhalten einen mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten "Advanced Grant", um in den nächsten fünf Jahren ihre Forschung voranzutreiben.

Die "Advanced Grants" stellen das "Flaggschiff-Programm" des ERC dar, mit dem die EU Grundlagenforschung fördert. Damit sollen anspruchsvolle und risikoreiche Forschungsprojekte gefördert werden.

Die Ausgezeichneten

Die Leiterin des Instituts für Krebsforschung der Medizin-Uni Wien, Maria Sibilia, will sich in ihrem Projekt der medikamentösen Beeinflussung des angeborenen Immunsystems zur Krebsbekämpfung widmen. Sibilias Arbeitsgruppe verfolgt das Ziel, angeborene Immunzellen wie plasmazytoide dendritische Zellen (pDC) und Tumor-assoziierte Makrophagen (TAM) so zu verändern, dass sie Tumoren angreifen und damit die Wirkung von Standard-Krebstherapien verbessern. In Mausmodellen konnten die Wissenschafter zwei unabhängige Mechanismen identifizieren, durch deren Veränderung diese beiden Zelltypen Tumorwachstum hemmten.

Der Leiter der Abteilung für molekulare Neurowissenschaften am Zentrum für Hirnforschung der Medizin-Uni, Tibor Harkany, widmet sich in seinem Projekt den sehr verschiedenen Nervenzellen im Hypothalamus. Die Wissenschafter wollen mithilfe neuartiger Methoden das Ausmaß der neuronalen Heterogenität in dieser Gehirnregion bestimmen, wo die spezifische Anpassung an die unterschiedlichen Herausforderungen der Umwelt, wie Bedürfnisse des Stoffwechsels und Reaktionen auf Stress, organisiert wird. Sie wollen weiters die Identität der durch neue Neuronen-Unterarten abgesonderten Substanzen und ihren Wirkmechanismus sowohl im Gehirn als auch in den peripheren Regionen ermitteln. (APA, 6. 4. 2016)

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