ORF-Landesdirektor: Brunhofer wird sich wieder um Salzburg bewerben

6. April 2016, 12:58
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Nächste Geschäftsführungsperiode ab 2017 – Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen um einen Wechsel Brunhofers nach Wien

Wien/Salzburg – Der Salzburger ORF-Landesdirektor Roland Brunhofer will auch in der nächsten Geschäftsführungsperiode ab 2017 an der Spitze seines Landesstudios bleiben. "Ich werde mich um Salzburg bewerben. Es ist viel getan. Aber es gibt noch viel mehr zu tun", sagte Brunhofer den "Salzburger Nachrichten" (SN). Zuletzt gab es immer wieder Spekulationen um einen Wechsel Brunhofers nach Wien.

Der aus Oberösterreich stammende Salzburger Landesdirektor gilt als SPÖ-nah, sein Verhältnis zu Salzburgs ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer zugleich als unterkühlt. "Distanziert professionell" nannte es Haslauer-Sprecher Thomas Kerschbaum in den "SN". Landeshauptleute haben bei der Bestellung der ORF-Landesdirektoren laut ORF-Gesetz ein "Anhörungsrecht". Auf die jeweilige politische Windrichtung wurde bei der Wahl der Landesdirektoren in der Vergangenheit vom ORF-Chef meist Rücksicht genommen.

Brunhofers Bilanz in Salzburg gilt ORF-intern freilich als Benchmark für andere Landesstudios: die Werbeeinnahmen wurden fast verdoppelt, die Kosten deutlich gesenkt, die Quoten haben sich ebenfalls positiv entwickelt.

Häufig genannte potenzielle Brunhofer-Nachfolger wollten einen möglichen Wechsel nach Salzburger gegenüber den "SN" unterdessen nicht näher kommentieren. "Ich kommentiere nur Fakten. Und Fakt ist, dass ich Chefredakteur von ORF III bin", meinte etwa Christoph Takacs. "Ich äußere mich nicht zu Personalspekulationen", sagte ORF-Magazine-Chefredakteurin Waltraud Langer. Ähnlich der Leiter des Wiener ORF-Korrespondentenbüros Roland Adrowitzer: "Es gab keine Gespräche. Es hätte mich nur ORF-Generaldirektor Wrabetz darauf ansprechen können. Und er hat sich nicht gerührt." (APA, 6.4.2016)

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