Siemens setzte voriges Jahr in Österreich weniger um

6. April 2016, 11:56
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Personalstand reduziert – Betriebsergebnis eingebrochen, aber unter dem Strich Gewinnsprung

Die Siemens AG Österreich hat 2014/15 weniger umgesetzt. Das Betriebsergebnis halbierte sich nahezu. Unterm Strich wies die Österreich-Tochter des deutschen Konzerns aber einen Gewinnsprung aus, da deutlich weniger Abschreibungen anfielen als im Geschäftsjahr davor.

Umsatz geschrumpft

Der Umsatz schrumpfte im Geschäftsjahr 2014/15 (per Ende September) von 2,66 Mrd. auf 2,53 Mrd. Euro, wie aus einer Pflichtveröffentlichung im Amtsblatt (Mittwoch) hervorgeht. Das Betriebsergebnis reduzierte sich von 180 Mio. auf knapp 91 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss hingegen erhöhte sich von 39 Mio. auf 194 Mio. Euro. Dies unter anderem, weil sich die Abschreibungen von 232 Mio. auf 12 Mio. Euro reduzierten; die Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen gingen von 231 Mio. auf 39 Mio. Euro zurück.

Der Siemens-Konzern hat 2014 die Mehrheit der Linzer VAI an die japanische Mitsubishi-Gruppe verkauft. Bei VAI wurden hunderte Jobs gestrichen. Anfang 2015 hat Siemens Österreich dann die Medizintechniksparte (Siemens Healthcare Service Business) abgestoßen.

Mitarbeiterabbau

Siemens hat in Österreich im Geschäftsjahr 2014/15 mehr als hundert Mitarbeiter abgebaut. Der Personalstand reduzierte sich von 7.846 auf 7.738 Personen. Vorstandschef Wolfgang Hesoun und Finanzchef Reinhard Pinzer verdienten zusammen 2,25 Mio. Euro, etwas mehr als im Geschäftsjahr davor (2,06 Mio.). (APA, 6.4.2016)

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