Ex-Außenminister Serbiens ohne Unterstützung Belgrads für Uno-Posten

6. April 2016, 10:26
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Tageszeitung: Russland soll sich für früheren Chefdiplomaten Vuk Jeremic einsetzen, Kritik auf dem Westen

Belgrad – Vuk Jeremic, der ehemalige serbische Außenminister und frühere Vorsitzende der Uno-Vollversammlung, kann nicht mit der Unterstützung Belgrads für die von ihm angestrebte Kandidatur für den Posten des Uno-Generalsekretärs rechnen. Für Jeremic würde sich Moskau stark einsetzen, entschlossener Widerstand komme aus europäischen und US-amerikanischen Diplomatenkreisen, berichtete die Zeitung "Danas".

Der serbische Präsident Tomislav Nikolic hatte Anfang des Jahres wissen lassen, dass er die Kandidatur von Jeremic nicht unterstützen würde. Außenminister Ivica Dacic bestätigte daraufhin, dass sein Amtsvorgänger auch keine Unterstützung der Regierung genieße.

Mehrfach undiplomatische Aussagen

Jeremic (40) war zwischen 2007 und Mitte 2012 Außenminister Serbiens, danach übernahm er das einjährige Amt des Vorsitzenden der UNO-Vollversammlung. Als Serbiens Chefdiplomat hatte der Funktionär der damals regierenden Demokratischen Partei (DS) durch undiplomatische Aussagen immer wieder für Wirbel und Verstimmungen vor allem in den Beziehungen zu Kroatien gesorgt.

Serbien hat wenige Tage vor Ablauf der Frist keinen eigenen Kandidaten für den Posten des UNO-Generalsekretärs nominiert.

Bedenken auch wegen Kosovo

Laut früheren Ankündigungen aus serbischen Regierungskreisen will Belgrad auch keinen Kandidaten aus der Region unterstützen, da sich dieser nach seiner Deutung "vom ersten Tag an um die Aufnahme des Kosovo in die Uno" einsetzen würde.

Slowenien, Kroatien und Mazedonien haben bereits ihre Kandidaten für den Posten des Generalsekretärs vorgeschlagen. Ljubljana nominierte den ehemaligen Staatspräsidenten Danilo Turk, Kroatien seine Außenministerin Vesna Pusic, Mazedonien den ehemaligen Präsidenten der Uno-Vollversammlung, Srgjan Kerim. (APA, 6.4.2016)

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