Nach Knacken von iPhone: FBI verrät nicht, ob Infos nützlich sind

6. April 2016, 10:08
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Laut FBI-Anwalt "arbeitet" die Behörde noch an der Analyse jener Daten, die für einen monatelangen Streit gesorgt hatten

Der Streit um ein entsperrtes iPhone, das vom FBI mit Hilfe von Apple aufgeknackt werden sollte, hatte sich in den vergangenen Monaten zu einer wahren Schlacht entwickelt. Dutzende IT-Konzerne hatten sich auf die Seite von Apple gestellt, das gegen die Programmierung von Spezialsoftware für Entsperrzwecke protestiert hatte. Der Fall wurde dadurch gelöst, dass das FBI das iPhone mit Hilfe einer israelischen Firma ohne Apple aufsperren konnte.

Beobachter zweifelten an Nutzbarkeit

Allerdings will das FBI nicht verraten, ob die Informationen auf dem Gerät wertvoll sind. Es handelt sich dabei um das Diensthandy jenes Terroristen, der im Dezember im kalifornischen San Bernardino 14 Menschen getötet hatte. Beobachter hatten den Informationsgehalt der Daten schon zuvor bezweifelt. So hatten der Attentäter und seine Ehefrau, die ihn bei der Tat unterstützte, zuvor private Festplatten und Telefone zerstört.

Keine Infos an Öffentlichkeit

"Wir arbeiten noch daran", so der Anwalt des FBI auf die Nachfrage von Journalisten. Er stellte offen, ob der Inhalt des iPhones publik gemacht werden würde. Viele sehen in der Causa einen idealen Präsedenzfall für das FBI, das mit dem Schlagwort Terrorismus gegen Verschlüsselung mobil machen konnte. (red, 5.4.2016)

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NYT

  • Das FBI hatte sich einen monatelangen Kampf mit Apple geliefert – vielleicht für nichts
    foto: apa/samad

    Das FBI hatte sich einen monatelangen Kampf mit Apple geliefert – vielleicht für nichts

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