Italien erwägt Staatsfonds für Krisenbanken

6. April 2016, 05:55
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Wegen EU-Vorgaben soll sich Fonds mehrheitlich in privaten Händen befinden

Mailand – Die italienische Regierung zieht Insidern zufolge einen Staatsfonds für in Schwierigkeiten steckende Banken in Betracht. Über den Fonds sollten dann faule Kredite gekauft und dadurch Kapitallücken geschlossen werden, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Der Fonds solle sich mehrheitlich in privaten Händen befinden, um EU-Vorgaben zu erfüllen. Diese Idee hätten der Vorsitzende der italienischen Notenbank sowie die Chefs der Bank-Austria-Mutter Unicredit, von Intesa Sanpaolo und UBI im Büro des Ministerpräsidenten Matteo Renzi diskutiert. Auch das staatliche Kreditinstitut CDP sei beteiligt gewesen. Es sei keine Entscheidung getroffen worden. Ein weiteres Treffen solle bereits in Kürze erfolgen. Ein Regierungssprecher wollte zunächst keine Stellung nehmen.

Italiens Banken sitzen zusammen auf faulen Krediten im Umfang von 360 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Drittel aller europäischen vom Ausfall bedrohten Darlehen und beläuft sich auf etwa ein Fünftel der Wirtschaftsleistung des Landes. (APA, 6.4.2016)

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