Syrische Rebellen schossen Kampfjet ab: Pilot gefangen

5. April 2016, 16:10
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Gebiet wird von der radikalislamischen Al-Nusra-Front und verbündeten Rebellen kontrolliert

Damaskus – Im Norden Syriens haben islamistische Aufständische nach Angaben von Aktivisten ein Kampfflugzeug abgeschossen und den Piloten gefangengenommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Dienstag, es sei noch nicht klar, ob südlich der Großstadt Aleppo eine syrische oder russische Maschine zu Boden gegangen sei.

Aus Sicherheitskreisen in Moskau verlautete der Nachrichtenagentur Tass zufolge jedoch, dass es sich um eine syrische Maschine russischer Bauart vom Typ Suchoi Su-22 handelt.

Der Beobachtungsstelle zufolge wurde der Pilot von Kämpfern gefangengenommen. Das betroffene Gebiet wird von der radikalislamischen Al-Nusra-Front und verbündeten Rebellen kontrolliert. Al-Nusra, der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, ist von der seit Ende Februar geltenden Waffenruhe in Syrien ausgenommen und darf deshalb bekämpft werden. Nach Informationen der Menschenrechtler wurde der Pilot in ein Hauptquartier der Jihadisten gebracht.

Das russische Verteidigungsministerium teilte Tass zufolge mit, russische Militärflugzeuge seien nicht in der Gegend um Aleppo im Einsatz gewesen. (APA, dpa, 5.4.2016)

  • Dieses Standbild aus einem Rebellenvideo soll den Absprung des Piloten zeigen.
    foto: reuters/social media website

    Dieses Standbild aus einem Rebellenvideo soll den Absprung des Piloten zeigen.

  • Schaulustige an der Absturzstelle
    foto: reuters/ammar abdullah

    Schaulustige an der Absturzstelle

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