Neue Kommission soll islamische Schulen prüfen

5. April 2016, 15:14
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Experten sollen die Qualität des Unterrichts prüfen und weiterentwickeln

Wien – Eine neue Kommission aus Experten des Bildungsministeriums, des Wiener Stadtschulrats und der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie Wissenschaftern soll ab sofort islamische Schulen überprüfen. Ziel sei es, "die Qualität des Unterrichts an allen betroffenen Standorten sicherzustellen beziehungsweise weiterzuentwickeln", hieß es in einer Aussendung am Dienstag. Die Standorte würden dabei in die Analyse einbezogen.

In der ersten Sitzung Mitte April sollen Inhalte und Rahmenbedingungen geklärt und entsprechende Kriterien ausgearbeitet werden. "In allen Schulen, unabhängig von ihrer weltanschaulichen Ausrichtung, müssen Schüler/-innen befähigt werden, Verantwortung für sich selbst, die Mitmenschen, Umwelt und nachfolgenden Generationen zu übernehmen", hieß es in der Aussendung.

Heinisch-Hosek will "Vorurteile ausräumen"

"Wir müssen sicherstellen, dass unsere gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden und der Unterricht zur optimalen Bildung unserer Kinder und Jugendlichen beiträgt", erklärte Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) in der Aussendung. Missverständnisse und Vorurteile müssten aus dem Weg geräumt werden.

Im Stadtschulrat sieht man die Kommission als "wichtige Fortführung der schon bisher restriktiven Überprüfungspraxis", wie dessen Präsident Jürgen Czernohorszky (SPÖ) sagte. "Wir schauen genau hin, ob in allen Schulen entsprechend der österreichischen Lehrpläne und des Schulunterrichtsgesetzes gearbeitet wird. Hier zusätzliche Qualitätsstandards einzurichten ist jedenfalls eine gute Ergänzung." (APA, 5.4.2016)

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