Breuer: Millionenzahlung an Deutsche Bank kein Schuldeingeständnis

5. April 2016, 14:52
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Nach teurem Vergleich der Bank mit Kirch-Erben willigte Ex-Bank-Chef in 3,2-Millionen Euro-Zahlung an die Deutsche Bank ein

Frankfurt – Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer sieht seine Millionenzahlung an das Frankfurter Geldhaus nicht als Eingeständnis einer Schuld für sein Interview über die Mediengruppe Kirch an. Es sei ihm vielmehr darum gegangen, die Auseinandersetzung beizulegen, ließ Breuer am Dienstag vor dem Landgericht München über seinen Anwalt erklären.

Die Initiative sei nicht von ihm ausgegangen, er habe aber eingewilligt. "Dies ist mir nicht leicht gefallen."

Kreditwürdigkeit angezweifelt

Breuer hatte 2002 in einem Fernsehinterview mit Bloomberg TV öffentlich die Kreditwürdigkeit der Kirch-Gruppe angezweifelt. Zwei Monate später war der Medienkonzern pleite und Firmengründer Leo Kirch machte Breuer sein Leben lang dafür verantwortlich. Nach einer jahrelangen Prozessschlacht zahlte die Bank 2014 den Kirch-Erben in einem Vergleich 925 Millionen Euro.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass sich die Bank mit Breuer für die Folgen des Interviews auf einen Vergleich in Höhe von 3,2 Mio. Euro geeinigt hatte, dem bei der Hauptversammlung im Mai noch zugestimmt werden muss.

Breuer muss sich im Zusammenhang mit der Kirch-Pleite derzeit auch in einem Strafprozess vor dem Münchner Landgericht verantworten. Zusammen mit vier weiteren Top-Bankern ist er wegen versuchten Prozessbetrugs angeklagt. Die Männer sollen vor fünf Jahren versucht haben, Richter zu belügen, um Schadenersatz der Deutschen Bank für die Pleite abzuwehren. Die Angeklagten bestreiten dies. (APA, 5.4.2016)

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