Theater in der Josefstadt modernisiert seine Werkstätten

5. April 2016, 11:18
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Generalsanierung soll in vier Monaten abgeschlossen sein – Kosten von 1,5 Mio. Euro privat finanziert

Wien – Während das Volkstheater kürzlich bekannt gab, seine hauseigenen Werkstätten zu schließen, baut man andernorts aus: Das Theater in der Josefstadt modernisiert im Rahmen seiner schrittweisen Generalrenovierungen nun seine Werkstätten, wie es am Dienstag in einer Aussendung heißt.

Nach der bereits erfolgten Sanierung des Haupthauses in den Jahren 2006 und 2007, dem Bau der Probebühne und der Generalüberholung der Kammerspiele 2013 sind nun die Dekorationswerkstätten an der Reihe, in denen die Bühnenausstattung für 14 Premieren pro Saison herstellt wird. Gestartet wird nach der letzten Saison-Premiere von Lillian Hellmans "Die kleinen Füchse" am 14. April. Innerhalb von vier Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Tischlerei, Schlosserei, Tapeziererei

Die Dekorationswerkstätten des Theaters in der Josefstadt umfassen Abteilungen wie die Tischlerei, Schlosserei oder die Möbel-Tapeziererei und befinden sich in dem Theater benachbarten Wohnhäusern. "Ich bin überzeugt, dass diese Investition in solide Arbeitsplätze traditionsreicher Handwerke, in Lehrstellen für technische, handwerkliche und künstlerisch-gestaltende Ausbildung und in spezifische fachliche Kompetenzen mehr wert ist, als jede kurzfristige, aber billigere Auslagerung dieser Produktionsprozesse ins nahe Ausland", so Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger.

Die erforderlichen 1,5 Mio. Euro werden zur Gänze privat finanziert. Vor der Renovierung bietet das Haus am 15. und 16. April die Gelegenheit, den 680 Quadratmeter großen Malersaal des Theaters noch einmal in seiner derzeitigen Gestalt vor der Renovierung im Rahmen der Veranstaltung "Die Farbe der Töne" zu erleben. (APA, 5.4.2016)

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