Russland sieht Propaganda des Westens

4. April 2016, 15:15
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Putins Vertraute bei Enthüllungen dabei

Moskau – Die angeblichen Spuren der "Panama Papers" zum Kreml werden in Russland als Propaganda des Westens zurückgewiesen. Im russischen Parlament sagte die Vorsitzende des Sicherheitsausschusses, Irina Jarowaja, es gebe eine Vielzahl von geheimdienstlichen Angriffen auf Präsident Wladimir Putin. "Das ist eine von vielen Giftspritzen in der Hoffnung, dass die Dosis irgendwann wirkt", sagte sie am Montag laut der Agentur Tass.

Nach Angaben jener Medien, die die "Panama Papers" über Offshore-Firmen ausgewertet haben, tauchen darin Namen aus Putins Umfeld auf. Mit deren Firmen seien Geschäfte im Ausmaß von mehr als zwei Milliarden Dollar (1,75 Milliarden Euro) verbunden. Putin selbst werde aber nicht genannt, erklärte der Rechercheverbund ICIJ.

Der Vorstandschef der staatlichen russischen Bank VTB, Andrej Kostin, sagte in einem Bloomberg-Interview: "Putin hatte nie etwas damit zu tun. Das ist Blödsinn." Er wies den Vorwurf zurück, seine Bank habe in dem Zusammenhang ungesicherte Kredite vergeben. Die Zeitungen "Wedomosti" und "Nowaja Gaseta", die an den Recherchen beteiligt waren, hatten zuvor ausführlich über russische Verbindungen in den "Panama Papers" berichtet. (APA, 4.4.2016)

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