Japan plant Bauoffensive gegen drohende Rezession

4. April 2016, 15:05
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Finanzminister will diese Woche Konjunktur-Paket vorstellen

Tokio – Japan will sich informierten Kreisen zufolge in den kommenden Monaten mit der Vergabe von milliardenschweren Bauprojekten gegen eine drohende Rezession stemmen. 80 Prozent der für das laufende Haushaltsjahr vorgesehene Ausgaben für öffentliche Bauvorhaben über 12 Bill. Yen (93,7 Mrd. Euro) sollen bis Ende September unter Dach und Fach gebracht werden, verlautete am Montag aus Regierungskreisen.

Das stark vom Export abhängige Fernost-Land leidet unter der schwächeren globalen Konjunktur und der wirtschaftlichen Abkühlung in China.

Finanzminister Taro Aso wird die Pläne zum Ankurbeln der Konjunktur am Dienstag bei einer Kabinettssitzung vorstellen, wie die Insider weiter mitteilten. Zudem seien weitere Konjunkturspritzen im Gespräch. Konkrete Konturen sollten diese Pläne bis Ende Mai annehmen, wenn Japan Gastgeber des Treffens der Industriestaaten-Gruppe G-7 sein wird.

Top-Wirtschaftsberater der Regierung empfehlen Ministerpräsident Shinzo Abe weitere Maßnahmen zum Ankurbeln des Konsums. Japans Wirtschaft war Ende 2015 wegen schwacher Exporte und geringerer Ausgaben der Verbraucher geschrumpft. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt auch zu Jahresbeginn zurückgegangen ist. Nach gängiger Definition wäre das Land damit in der Rezession. (APA/Reuters, 4.4.2016)

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