Fußball: Keine Chance für Alpenliga

4. April 2016, 14:53
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Die österreichische Bundesliga und die Schweizer SFL sind sich einig: Ideen einer "Alps Premier League" werden nicht umgesetzt

Wien – Die österreichische Bundesliga (ÖFBL) und die Schweizer SFL sprechen sich gegen eine gemeinsame Fußballliga aus. In einer Aussendung am Montag lehnten beide Ligen die in den vergangenen Monaten diskutierten Idee, eine transnationale Liga mit Vereinen beider Länder zu spielen, ab.

Im vergangenen Jahr wurden Ideen zu einer "Alps Premier League" publik gemacht. "Daraufhin haben sich die beiden Ligen gemeinsam vermehrt dem Thema einer transnationalen Liga ... gewidmet", hieß es in einer Bundesliga-Aussendung. "Die Ergebnisse dieser Evaluierung wurden in weiterer Folge in den entsprechenden Gremien beider Länder mit den Klubs besprochen. Die Entscheidung ist in beiden Ländern einstimmig: Eine Umsetzung dieses Formats ist aufgrund einer Vielzahl an Faktoren nicht realistisch und zielführend. Man hat daher beschlossen, eine Umsetzung dieses Konzepts bis auf weiteres nicht weiter zu verfolgen".

"Beste Lösung" in der Schweiz

Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, sprach sich ebenso gegen diese Pläne aus. "Die Swiss Football League ist der Ansicht, dass der aktuelle Modus in der Schweiz mit zehn Klubs die sportlich, wirtschaftlich und organisatorisch beste Lösung darstellt. Auch weil die Liga derzeit im europäischen Vergleich (Zuschauerzahlen Rang 11, Uefa-Rang 12) sehr gut dasteht, unternimmt sie momentan keine Anstrengungen, über eine gemeinsame Meisterschaft mit einem anderen Land zu diskutieren", wurde Schäfer zitiert.

Auch die aktuellen Statuten von Weltverband und europäischem Verband würden einen Zusammenschluss zweier Ligen nicht zulassen. So wurden auch der skandinavischen "Royal League", die von 2004 bis 2007 von Klubs aus Dänemark, Schweden und Norwegen ausgetragen wurde, die internationalen Startplätze nicht anerkannt, sondern den nationalen Bewerben. Probleme sehen die beiden Ligen neben der Vergabe der Europacup-Plätze auch bei der Abstiegsregelung, der Vermarktung und den unterschiedlichen Rechtslagen. (APA, 4.4.2016)

  • Red Bull Salzburg wird man weiterhin nur international oder freundschaftlich gegen den FC Basel spielen sehen.
    foto: apa/epa/krug

    Red Bull Salzburg wird man weiterhin nur international oder freundschaftlich gegen den FC Basel spielen sehen.

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