HRW: Trotz Waffenruhe kommen Hilfslieferungen in Syrien nicht durch

4. April 2016, 14:54
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Assad-Truppen behindern Transporte

Damaskus – Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die andauernde Blockade von Hilfslieferungen in Syrien durch die Regierung angeprangert. Trotz einer seit Ende Februar geltenden und weitgehend stabilen Waffenruhe verwehre die Regierung von Bashar al-Assad teilweise noch immer den Weg in belagerte Orte.

Zwar hätten sich die Bedingungen im vergangenen Monat generell verbessert. Doch "zu viele Syrer erhalten immer noch nicht die Hilfe, die sie benötigen", sagte der stellvertretende HRW-Nahost-Direktor, Nadim Huri, in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme.

Die syrische Regierung solle damit aufhören, Hilfslieferungen als Druckmittel zu verwenden. Dies betreffe beispielsweise die Orte Darayya im Süden von Damaskus und Duma im Nordosten der Hauptstadt, wo Beamte und Hilfskräfte der Organisation von akuter Nahrungsmittelknappheit und Medikamentenmangel berichtet hätten. (APA/dpa, 4.4.2016)

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