Nordkorea kombiniert Drohungen mit Dialogbereitschaft

4. April 2016, 14:43
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Als Reaktion auf schärfere UN-Sanktionen

Pjöngjang/Seoul – Nordkorea hat als Reaktion auf schärfere UN-Sanktionen erneut den USA gedroht, aber auch erstmals von möglichen Verhandlungen gesprochen. "Die Vorbereitung auf Verhandlungen kann eine fundamentale Lösung für die Krise sein", zitierten Staatsmedien am Montag einen Sprecher der Nationalen Verteidigungskommission.

Die Sanktionen seien ein Werk der USA, deren Feindseligkeit "so anachronistisch und selbstmörderisch ist, dass sie ihre eigene Zerstörung herbeiführt". Die Bezugnahme auf einen Dialog habe am Ende einer koreanischen Version der Erklärung des wichtigste Entscheidungsgremiums in Nordkorea gestanden, sagte eine Sprecherin des südkoreanischen Vereinigungsministeriums. In einer englischen Fassung fiel dieser Verweis weg.

Südkoreas Verteidigungsministerium wies Nordkoreas indirekten Dialogaufruf laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zurück. Jetzt sei nicht der Zeitpunkt für einen Dialog, man müsse sich auf die Umsetzung der Sanktionen konzentrieren.

Seit einem neuen Atomtest Nordkoreas im Jänner nehmen die Spannungen in der Region ständig zu. Der UN-Sicherheitsrat hatte Anfang März die Sanktionen gegen das kommunistische Regime verschärft. Als Reaktion darauf, aber auch auf ein Großmanöver der USA mit Südkorea drohte Pjöngjang unter anderem mit einem atomaren Erstschlag (APA/dpa, 4.4.2016)

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