Apple patentiert Schimpfwort-Zensur für Musik- und Videostreams

4. April 2016, 14:24
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Statt unerwünschter Wörter könnten beispielsweise Piepsgeräusche abgespielt werden

Apple hat das Patent auf eine Technologie erhalten, die Schimpfwörter während der Wiedergabe aus einem Audiostream herausfiltern kann. Das Patent mit dem Namen "Management, Replacement and Removal of Explicit Lyrics during Audio Playback" wurde bereits 2014 eingereicht und nun erteilt.

Ersatz oder Stille

Die Schimpfwörter könnten laut Apples Ausführungen entweder durch ein Piepsgeräusch, harmlosere Begriffe oder Stille ersetzt werden. Die Stelle, an der sich ein unerwünschtes Wort befindet, könnte mithilfe von Metadaten gefunden werden. Der normale Text, die zensierte Version und die Metadaten ließen sich in einem einzigen Audiofile unterbringen. Der Audioplayer könnte so auch zwischen Original und zensierter Version wechseln.

Neben Musik könnte die Technologie auch bei Hörbüchern, Radio sowie bei den Tonspuren von Fernsehen, DVD und Videostreams zum Einsatz kommen. Ob und wann Apple die Technologie etwa in iTunes oder Apple Music integriert, ist nicht bekannt. Beim Radiosender Beats 1 werden bereits ausschließlich Lieder ohne explizite Begriffe gespielt, wie "Business Insider" anmerkt. (red, 4.4.2016)

  • Apple hat ein Patent darauf erhalten, wie Schimpfwörter aus Audiostreams entfernt werden können.
    foto: apple

    Apple hat ein Patent darauf erhalten, wie Schimpfwörter aus Audiostreams entfernt werden können.

  • "Let's have a toast for the douchebags. Let's have a toast for the assholes. Let's have a toast for the scumbags." Bei Kanye Wests Texten würde nach der Apple-Zensur wohl nicht viel übrig bleiben.
    foto: ap photo/julio cortez

    "Let's have a toast for the douchebags. Let's have a toast for the assholes. Let's have a toast for the scumbags." Bei Kanye Wests Texten würde nach der Apple-Zensur wohl nicht viel übrig bleiben.

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