Hörbiger, Hirschal, Haider und Co für Hundstorfer

4. April 2016, 14:06
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Personenkomitee für den SPÖ-Kandidaten präsentiert. Der warnt vor "verlorener Stimme" an Van der Bellen

Wien – Das Personenkomitee für SPÖ-Präsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer hat sich am Montag öffentlich präsentiert. Neben den Hauptproponenten Franz Vranitzky und Brigitte Ederer kam unter anderem auch Schauspielerin Christiane Hörbiger begleitet von ihren zwei Hunden als Hundstorfer-Unterstützerin ins Dachgeschoß der Wiener Urania.

Damit gibt es am Wahlabend quasi auch ein Duell der Hörbiger-Schwestern. Denn Maresa Hörbiger hat sich bereits vor längerem dem Unterstützungskomitee für den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen angeschlossen. Vom Schwesterntrio hat sich damit einzig Elisabeth Orth, die dereinst Heinz Fischer unterstützt hatte, noch nicht geoutet, wen sie sich als ersten Mann im Staat wünschen würde.

Haider mit Hundstorfer-Hut

Am Montag fanden sich jedenfalls zum Support des roten Hofburg-Anwärters auch Theaterleiter Adi Hirschal, Moderator Alfons Haider, (mit Hundstorfer-Hut) Almdudler-Chef Thomas Klein, Sängerin Birgit Sarata, Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), das Banker/Politiker-Ehepaar Gertrude Tumpel-Gugerell und Herbert Tumpel sowie jede Menge anderer mehr oder weniger prominenter Unterstützer ein.

Vranitzky machte in einer kurzen Ansprache nochmals klar, dass er sich Hundstorfer nicht nur deshalb als Staatsoberhaupt wünscht, weil er die gleiche Weltanschauung wie dieser habe. Vielmehr wäre der frühere ÖGB-Präsident und Sozialminister auch eine Antithese zu jenen "unappetitlichen rechtspopulistischen Tendenzen", die sich in Europa breit machten.

Hundstorfers Gestaltungswillen und seine große Weitsicht würdigte die frühere Siemens-Chefin und Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer. Als Beleg dafür nannte sie die Ausgliederung der Stadtwerke, die mit dem damaligen Gewerkschaftschef im Rathaus gelungen sei. Denn es wäre Hundstorfer damals ein leichtes gewesen, das Projekt zu Fall zu bringen, waren sich Ederer und der rote Kandidat einig.

Kaffee als Politikhilfe

In seiner kurzen Ansprache an die Gäste warb Hundstorfer einmal mehr für sich als verbindende Kraft, die notfalls die Regierung so oft zu sich zum Kaffee bitten werde, bis sie schon Sehnsucht nach Kamillen-Tee bekäme. Hauptangriffsziel des roten Präsidentschaftskandidaten war diesmal sein blauer Konkurrent Norbert Hofer wegen dessen Überlegungen, eine reformfaule Regierung zu entlassen.

Dieser wolle ein Notfall-Instrument gleich als erste Amtshandlung einsetzen, warnte Hundstorfer. Abgeraten wurde vom roten Kandidaten auch, im ersten Wahlgang den Grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen zu unterstützen. Der möge zwar sympathisch wirken, eine Stimme für ihn wäre aber eine verlorene Stimme für die Stichwahl, ist Hundstorfer überzeugt. (APA, 4.2.2016)

  • In seiner kurzen Ansprache an die Gäste warb Hundstorfer einmal mehr für sich als verbindende Kraft.
    foto: apa/jaeger

    In seiner kurzen Ansprache an die Gäste warb Hundstorfer einmal mehr für sich als verbindende Kraft.

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