Philippinen beginnen Großmanöver mit US-Truppen

4. April 2016, 12:41
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China warnte "Außenstehende" vor Einmischung in Gebietsstreitigkeiten

Manila – Die Philippinen haben am Montag mit den USA ein Großmanöver gestartet. An der elftägigen Militärübung "Balikatan" nehmen mehrere US-Kriegsschiffe und rund 5.000 Soldaten sowie fast 4.000 Philippiner und 80 Australier teil. Kommende Woche will US-Verteidigungsminister Ashton Carter den Ablauf des Manövers beobachten.

China warnte indes "Außenstehende" vor einer Einmischung in die Gebietsstreitigkeiten in der Region. "Die Übungen sind der Gipfel der jüngsten Versuche Manilas, Außenstehende in einen regionalen Streit hineinzuziehen", schrieb die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Sie verwies auf die jüngsten Besuche von Kriegsschiffen aus Japan und Australien auf den Philippinen. "Eine derart unpassende Provokation, die Angst säen soll, dürfte aber auf ihre Initiatoren zurückfallen", schrieb Xinhua.

China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer und baute in den vergangenen Jahren seine Militäranlagen auf kleinen Inselgruppen in dem Seegebiet aus. Das ressourcenreiche Gebiet wird in Teilen auch von den Philippinen sowie Brunei, Malaysia, Taiwan und Vietnam beansprucht. Die USA haben wiederholt die Bedeutung betont, die Schifffahrts- und Flugrouten offen zu halten. (APA, 4.4.2016)

  • Bei der Eröffnungszeremonie der jährlichen "Balikatan" in Manila.
    foto: afp /aljibe

    Bei der Eröffnungszeremonie der jährlichen "Balikatan" in Manila.

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