Ein Österreicher bei Busunglück in Kuba getötet

4. April 2016, 10:20
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Bus stieß zwischen Santiago de Cuba und Trinidad mit einem Lastwagen zusammen, sieben weitere österreichische Touristen wurden verletzt

Havanna/Trinidad/Wien – Ein Reisebus mit deutschsprachigen Urlaubern an Bord ist in Kuba verunglückt. Nach Angaben des Außenministeriums kam dabei ein Österreicher ums Leben, mehrere mitreisende Landsleute wurden verletzt. Laut Medienberichten starben auch der kubanische Buschauffeur (37) und ein deutscher Tourist (64). 27 Menschen wurden dem kubanischen Fernsehen zufolge verletzt.

Zunächst hatte das Außenministerium Kenntnis von vier verletzten Österreichern erhalten. Sonntagabend stieg dann die Zahl der Betroffenen: "Nach Mitteilung der kubanischen Behörden und der Krankenanstalt hat sich die vorläufige Opferzahl erhöht", sagte der Sprecher des Außenministeriums in Wien, Thomas Schnöll. Ein Oberösterreicher sei demnach verstorben, eine Österreicherin, die ebenfalls an Bord war und schwer verletzt wurde, ist in Lebensgefahr. Nach aktuellem Stand waren insgesamt acht Österreicher von dem Unfall betroffen: Neben dem Todesopfer und der schwer verletzten Frau gab es laut Schnöll sechs weitere Verletzte aus Österreich.

Opferzahl korrigiert

Kubanische Medien und internationale Agenturen hatten zunächst von drei Todesopfern berichtet. Später wurde die Zahl der Toten aber auf zwei revidiert und angegeben, ein Schwerverletzter sei irrtümlich für tot erklärt worden.

Der Bus war laut der Zeitung "Escambray" am Samstagabend zwischen Santiago de Cuba und Trinidad mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammengestoßen. Der Unfallort liegt etwa 340 Kilometer östlich der Hauptstadt Havanna. Offenbar wurde der Bus auf einer Brücke von dem Lkw gerammt.

Insgesamt seien sechs Patienten in kritischem Zustand. In dem Zeitungsbericht hieß es weiter, der Reisebus sei bei dem Zusammenstoß so schwer beschädigt worden, dass es schwierig gewesen sei, das Gepäck und die Dokumente der Passagiere zu bergen. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus in der Stadt Sancti Spiritus gebracht.

Bei den Passagieren handelte es sich der Zeitung zufolge vor allem um Deutsche und einige Österreicher. Sie wollten demnach einen zweiwöchigen Urlaub in Kuba verbringen. Unter anderem sei ein Aufenthalt in dem Badeort Varadero geplant gewesen.

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig auf der sozialistischen Karibikinsel. Knapp drei Millionen Urlauber besuchen Kuba pro Jahr. Mit dem Ende der Eiszeit zwischen Washington und Havanna sollen es jetzt noch mehr werden.

Angehörigenhotline

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat nach einem schweren Urlauberbusunglück in Kuba eine Hotline für Angehörige eingerichtet: Unter 0800-100-353 für Österreich und 0800-555-28-28 für Deutschland erhalten sie aktuelle Informationen. (APA, 3.4.2016)

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