Schweres Erdbeben vor Vanuatu: Tsunami-Warnung aufgehoben

3. April 2016, 12:59
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Stärke des Bebens auf 6,9 revidiert, keine Berichte über Schäden

Port Vila – Ein schweres Erdbeben hat sich am Sonntag vor dem Inselstaat Vanuatu im Südpazifik ereignet. Eine Tsunami-Warnung wurde nach kurzer Zeit allerdings wieder aufgehoben. Das Beben habe eine Stärke von 6,9 erreicht, teilte das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mit und revidierte damit den zuvor genannten Wert von 7,2 nach unten. Über mögliche Schäden gab es zunächst keine Berichte.

In der Tsunami-Warnung hatte es geheißen, Küsten im Umkreis von rund 300 Kilometern um das Epizentrum könnten von Flutwellen getroffen werden. Später teilte das Warnzentrum mit, es seien Flutwellen von höchstens 30 Zentimetern zu erwarten. "Nach allen uns verfügbaren Daten ist damit die Bedrohung durch einen Tsunami nach diesem Erdbeben weitgehend vorüber", sagte der Geophysiker Kanoa Koyanagi.

Die US-Bebenwarte USGS gab die Stärke der Erdstöße zunächst mit 7,0 an. Sie hätten sich rund 150 Kilometer nordwestlich der Stadt Santo auf Vanuatu in einer Tiefe von 35 Kilometern ereignet. Anfangs hatte das USGS eine Tiefe von nur zehn Kilometern gemessen. Je näher sich ein Beben an der Erdoberfläche ereignet, desto größer können die Auswirkungen und Schäden sein.

Häufig Erdbeben

In der Region kommt es häufig zu Erdbeben. Selbst schwere Erdstöße lösen aber nicht zwangsläufig einen Tsunami aus. So gab es erst im Oktober vor Vanuatu ein Beben der Stärke 7,3 und im Dezember von 6,3, ohne dass größere Schäden entstanden wären. (APA/Reuters, 3.4.2016)

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