Aserbaidschan will Kämpfe in Berg-Karabach einstellen

3. April 2016, 12:02
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Bei den schwersten Gefechten seit Jahren waren dutzende Soldaten ums Leben gekommen

Stepanakert/Baku – Das aserbaidschanische Militär will die Kämpfe in der Südkaukasusregion Berg-Karabach einstellen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Baku am Sonntag mit. Bei den schwersten Gefechten seit Jahren zwischen den Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan waren am Samstag mindestens 30 Soldaten getötet worden. Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld.

Die Botschaft der Republik Aserbaidschan in Wien erklärte in einer Aussendung am Sonntag bei den blutigen Zusammenstößen am Samstag seien "aserbaidschanische Zivilisten getötet und verletzt" worden. Derzeit würden "entlang der neuen Verteidigungslinie entsprechende Verstärkungsarbeiten verwirklicht, neue Schützengräben ausgehoben, notwendige Befestigungsarbeiten in den Stellungen durchgeführt". Einzelne Gebiete seien "von aserbaidschanischen Streitkräften wieder eingenommen" worden.

Wie aus dem Außenministerium in Berlin verlautete, sprach der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem aserbaidschanischen Kollegen Elmar Mammadyarov. Am Dienstag wird demnach der armenische Präsident Sersch Sargsjan zu Gesprächen in Berlin erwartet. (APA, 3.4.2016)

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