Oracles Linux-Boss geht zu Microsoft

3. April 2016, 10:28
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Soll Open-Source-Engagement des Windows-Herstellers im Rahmen der Cloud-Abteilung stärken

Wer die Entwicklung Microsofts in den letzten Jahren auch nur oberflächlich mitverfolgt hat, dem wird eine signifikante Öffnung in Richtung Open Source nicht entgangen sein. Einst so etwas wie die Zentrale all jener, die freie Software grundlegend ablehnen, hat Microsoft mittlerweile die Vorzüge dieses Entwicklungsmodells für sich entdeckt. Und dies zeigt sich jetzt auch durch eine aktuelle Personalentscheidung.

Linux-Experte

Mit Wim Coekaerts hat Microsoft den bisherigen Chef von Oracles Linux-Entwicklung eingestellt, wie ZDNet berichtet. Dieser hatte eine entscheidende Rolle dabei gespielt, Oracle für Linux zu erwärmen, und in Folge sogar eine eigene Distribution unter dem Dach des Datenbankspezialisten herauszubringen.

Kooperation

Bei Microsoft übernimmt Coekaerts jetzt die Rolle des Vizepräsidenten für Open Source in der Enterprise-Cloud-Abteilung. In dieser Funktion soll er nicht zuletzt die Zusammenarbeit des Softwareherstellers mit der Open-Source-Community verbessern.

Linux-Support

In den letzten Monaten hat Microsoft einige große Projekt als freie Software veröffentlicht. Neben dem Kerns des .Net-Frameworks zählt dazu auch die Javascript-Engine Chakra, die erst vor einigen Monaten freigegeben wurde. Für seine Cloud-Plattform Azure unterstützt Microsoft bereits seit einiger Zeit auch Linux als Gastsystem. (apo, 3.4.2016)

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    foto: apa/afp/josh edelson
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